| Geschrieben von GL, am 04-10-2007 10:37 |
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Google schützt
Privatsphäre
Ein Google-Sprecher
kündigte für sein Unternehmen an, künftig die Privatsphäre der Kunden und
Nutzer besser schützen zu wollen.
Seit dem Bestehen
der Firma, sammelt Google Daten seiner Kunden und Nutzer in Hülle und Fülle.
Das liegt in der Natur der Firma, ist also nicht weiter verwunderlich.
Bisher
wollte Google die gesammelten Daten bis ins Jahr 2038 verwenden. Datenschützern
ist dies schon lange ein Dorn im Auge. Ein Sprecher von Google kündigte nun an,
die Daten über das Nutzungsverhalten der User nicht länger als zwei Jahre
bereit zu halten. Danach soll eine automatisierte Löschung erfolgen.
Jedoch
erneuert sich diese Zwei-Jahres Frist jedesmal, wenn der User die Suchmaschine
in Anspruch nimmt, geben Datenschützer zu bedenken. Die Internet Experten
halten die Ankündigung von Google für eine nicht ernst zu nehmende
Augenwischerei, die nur auf massiven Druck der Datenschützer zustande gekommen
ist.
Cookies nicht
erlauben!
Wer nicht will, dass
Google alles über einen erfährt, könnte in seinem Browser Cookies nicht mehr
zulassen und nimmt dann eventuell Komfort-Verlust bei der Nutzung anderer
Seiten in Kauf. Aber erfährt dann Google wirklich nichts mehr über einen? Und
was ist mit all den Ad Sense und Ad Word Kunden?
Längst leben wir in einer
gläsernen Welt. Daran wird sich wohl auch kaum mehr etwas ändern lassen. Wer
wirklich anonym sein will, der sollte vielleicht seinen Internet Anschluss
kündigen. Vielleicht ist man dann aber auf einem Satellitenfoto über Google
Earth zu entdecken?
Auf der anderen
Seite könnte eine Firma wie Google, ohne intensive Datensammlung und deren
Auswertung wohl kaum überleben. Mit Google-Analytics wird zum Beispiel eine
hochwertige Analysefunktion kostenlos angeboten, die für viele Homepage
Besitzer unverzichtbar ist. Natürlich erfährt hier Google jedes Detail über die
Homepage des Kunden und über das Verhalten der Nutzer darauf.
Nichts ist umsonst.
Entweder bezahlt man mit Geld, oder eben mit der Offenlegung seiner
Privatsphäre. Und keiner kann sich beschweren, denn jeder ist mündig und kann
es machen wie er will. Auch wenn es offensichtlich ist, dass man zwangsläufig
in eine bestimmte Richtung gedrängt wird.
Das
Datenschutzproblem besteht bei vielen Firmen, nicht nur bei Google. Selbst der
private Homepage-Betreiber erhebt unter Umständen langfristig Daten vom Nutzer.
Nicht zu vergessen die Regierungsstellen. Auch diese speichern oft ohne Wissen
des Bürgers erheblich viele Daten. Natürlich könnte man sagen: "umso
kommerzieller, umso bedenklicher".
Fazit!
Letztendlich muss
man sich mit der gegebenen Situation abfinden. Dennoch sollte immer ein
gesunder Druck auf den Konzernen lasten, damit auch in Zukunft niemand weiß, ob
Rumpelstilzchen nun mein Vor- oder Nachname ist.
Letztes Update: 21-11-2010 18:36
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