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darktable-logoAls Programm zur Bildverwaltung, Bildbearbeitung und RAW-Konverter, war darktable bislang nur für Linux und Mac OS erhältlich. Fast unmerklich zum Jahresende 2017, ist nun auch eine Version für Windows erschienen. darktable sieht aus wie Adobe Lightroom und hat sogar einiges mehr zu bieten. Die Software ist quelloffen und damit kostenfrei zu haben. Grund genug, sich diese vielversprechende Applikation näher anzusehen.

Kostenfreie virtuelle Dunkelkammer zur Rohdaten-Entwicklung, Bildverwaltung und Bildbearbeitung!

darktable-panoramaAls virtuelle Lichttafel und Dunkelkammer für Fotografen, bezeichnen die Entwickler das OpenSource-Programm "darktable". Die Verwaltung von digitalen Negativen geschieht effizient mit einer Datenbank. Die Oberfläche der Software sieht dem Abo-Programm Lightroom von Adobe äußerst ähnlich und das Programm funktioniert an vielen Stellen auch genauso.

Anders als bei alternativen OpenSource-RAW-Konvertern wie RawTherapee usw., bietet man mit darktable auch eine gute Bildverwaltung für tausende von Fotos und über die reine Rohdaten-Konvertierung hinausgehende Bildbearbeitungs-Features an. Selbst Möglichkeiten wie Tethered-Shooting mit Live-View und HDR-Bearbeitung fehlen nicht.

Es stehen diverse einfache und fortgeschrittene Module für die Bildverarbeitung zur Verfügung. Sämtliche Bearbeitungen geschehen Non-Destruktiv und werden als jederzeit veränderbare Werte in der Datenbank und in XMP-Sidecar-Dateien abgelegt. Die originalen Bilder können also nie zerstört werden. Angepasste Fotos lassen sich dann in ein gewünschtes Format wie JPG oder TIFF exportieren.

Die Performance kann sich auch unter Windows sehen lassen. Dazu trägt natürlich auch die GPU-Beschleunigung bzw. der OpenCL-Support bei. Auch ein professionelles Farbmanagement gibt es. Auf den meisten Systemen werden Bildschirmprofile automatisch erkannt. Unterstützt werden auch ICC-Profile für sRGB, Adobe RGB sowie XYZ und lineare RGB-Farbräume.

Es gibt mit Tags, Sternen, Farbmarkierungen usw. diverse Möglichkeiten zum Filtern und Sortieren. Neben vielen RAW-Formaten und JPG´s, können auch HDR-Formate importiert werden. darktable ist derzeit mit 21 Sprachen nutzbar. Darunter auch Deutsch. Für den Export werden neben dem Speichern auf Festplatten und anderen Datenträgern auch Google Plus und Facebook-Webalben sowie Flickr-Upload, E-Mail-Anhänge und eine einfache HTML-Web-Galerie angeboten. Der Export kann als JPEG, PNG, TIFF, PPM, PFM und EXR vorgenommen werden.

Bekannte Fehler unter Windows

darktable-exportierenUnter Windows gibt es derzeit noch ein paar kleinere Probleme. So gibt es noch keine Druck-Möglichkeit, weil die Portierung von Linux hier doch etwas schwieriger ist und bisher für alle Systeme CUPS verwendet wird. Zudem sollten für die Benennung von Tiff-Dateien nur ASCII-Zeichen und beispielsweise nicht deutsche Umlaute verwendet werden, um mögliche Fehler zu vermeiden.

Generell kann der Tiff-Export unter Windows noch recht langsam sein. Damit die Grafikkarten-Unterstützung reibungslos funktioniert, sollten möglichst die Original-Treiber der Hersteller und nicht die Microsoft-Treiber verwendet werden. Auch plötzliche Abstürze unter Windows sind momentan noch nicht auszuschließen, wobei das aber nicht ständig passiert. Insgesamt lässt sich darktable auch unter Windows bereits recht gut nutzen.

Oberfläche mit darktable Leuchttisch

darktable-leuchttisch

Wie bei Lightroom, zeigt auch darktable die geladenen Bilder in Kacheln an. Die Anzeige kann mit der Maus gezoomt werden. Über den Kacheln kann schnell gefiltert und sortiert werden. Bilder können gruppiert und Bildinformationen in den Kacheln angezeigt und ausgeblendet werden. Zudem kann ein sehr umfangreicher Einstellungsbereich geöffnet werden. Es gibt eine linke Spalte mit dem Importmodul, Bildersammlungen, kürzlich benutzten Sammlungen und Bildinformationen.

Die rechte Spalte bietet umfangreiche Auswahlmöglichkeiten und grundlegende Funktionen wie Entfernen, Verschieben, Kopieren, Drehen, HDR erzeugen usw. Verlaufsstapel können kopiert und XMP-Daten geladen und geschrieben werden. Desweiteren gibt es einen Bereich für das Erzeugen, Bearbeiten, Löschen, Importieren und Exportieren von Stilen. Es folgt ein Editor für Metadaten und ein Tagging-Bereich mit Schlüsselwörtern. Auch Geotagging fehlt nicht. Ganz unten befinden sich schließlich diverse Export-Optionen.

Im Prinzip erklärt sich die Oberfläche an allen Stellen von selbst und ist intuitiv bedienbar. Mit einem Doppelklick auf eine Miniatur, kann die Dunkelkammer zur RAW-Bearbeitung geöffnet werden. Natürlich könnten dort auch JPG-Bilder oder Tiff´s bearbeitet werden.

darktable Module in der Dunkelkammer

darktable-dunkelkammer

Für die Bildmanipulation kommen in darktable im Bereich Dunkelkammer, jede Menge Module zum Einsatz und das sind weitaus mehr, als bei Adobe Lightroom. Diese sind in unterschiedliche Bereiche kategorisiert. So gibt es die Basismodule bzw. Basisgruppe z.B. für Kontrast, Helligkeit und Sättigung, für Schatten und Lichter, zum Beschneiden und Drehen, Weißabgleich und mehr. Es gibt eine Helligkeitsgruppe, eine Farbgruppe, eine Korrekturgruppe und eine Effektgruppe, jeweils mit vielen zugehörigen Modulen. Außerdem können noch zahlreiche weitere Module geöffnet und den Favoriten zugeordnet werden. Damit ist übersichtliches Arbeiten sehr gut möglich und es fehlt nichts, was man brauchen würde.

Diese Module sind im Bereich "Dunkelkammer" in der rechten Spalte gelistet. Über den Modulen befindet sich ein Histogramm, in welchem mit der Maus auch die Belichtung gezogen werden kann.

In der linken Spalte können Schnappschüsse erstellt und gewählt werden. Dort ist auch der Verlauf zu finden, mit dem zu jedem beliebigen Bearbeitungsstand zurück- und vorgesprungen werden kann. Mit einer Pipette können Messwerte aus dem Bild ermittelt und z.B. für den genauen Weißabgleich genutzt werden, der leider nicht automatisch funktioniert. Der Bereich Tagging listet Schlüsselwörter auf und es können weitere Metadaten vergeben werden.

Darunter gibt es detaillierte Bildinformationen wie Format, Blende, Belichtung, Brennweite usw. und schließlich gibt es noch die Maskenverwaltung. Dort können neue Masken-Formen angelegt werden bzw. angelegte angezeigt werden. Die Masken müssen nicht in diesem Fenster angelegt werden. Das geht oft in den Modulen wie z.B. bei Kontrast-Helligkeit-Sättigung. Es kann also auch sehr gut selektiv gearbeitet werden.

Die Kacheln gibt es in der Dunkelkammer sinnvollerweise nicht, weil ja das zu bearbeitende Bild groß in der Mitte des Fensters angezeigt wird. Stattdessen befindet sich ganz unten ein Filmband mit den geladenen Fotos. Mit einem Doppelklick kann jeweils ein anderes Foto groß dargestellt bzw. zur Bearbeitung ausgewählt werden. Unterhalb des mittleren Bereichs, gibt es Schnellzugriffe für Voreinstellungen und Stile. Über weitere Symbole kann dort die Warnung für Über- und Unterbelichtung, der Softproof und die Gamutüberprüfung aktiviert werden.

darktable-bereiche

Neben den Bereichen Leuchttisch und Dunkelkammer, gibt es auch noch die Bereiche Diashow, Karte und Tethering. Auch das erinnert sehr an Lightroom. Lediglich ein Bereich für Fotobücher fehlt.

Verfügbarkeit von darktable

darktable wurde bereits am 8. April 2009 veröffentlicht. Damals allerdings ausschließlich für Linux. Bis auf wenige Unterschiede wie z.B. dem noch nicht verfügbaren Druckmodul, entspricht die nun erhältliche Windowsvariante den Versionen für Linux und Mac OS. Somit macht die Versionsnummer 2.4.0 auch für Windows Sinn. Genauere Informationen auch zum Kamera-Support, gibt es in den darktable 2.4.0 Release Notes.

Den Download für alle wichtigen Linux-Derivate sowie Mac OS und Windows, gibt es auf der darktable-install-Seite. Weitere wichtige Ressourcen wie News, einen Blog usw. sind natürlich über die offizielle darktable-Website erreichbar.

Schlussbemerkung

darktable enthält alles, was man für die grundlegende Bearbeitung nicht nur von Bildern im Rohdaten-Format braucht. Die zahlreichen Module sind allesamt recht brauchbar und für die meisten Anwender sicher mehr als ausreichend. Die Performance ist sehr zufriedenstellend. An ein Profi-Programm wie Capture One kommt darktable für Windows erwartungsgemäß nicht heran, jedoch könnte es ernsthaft als Alternative für Adobe Lightroom in Betracht gezogen werden. Unter den kostenlosen und quelloffenen RAW-Konvertern ist darktable sicher nicht zu übertreffen und schlägt Alternativen wie RAW-Therapee um Längen.

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