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Bilderklau durch Suchmaschinen

Wieder einmal gibt es in Deutschland eine interessante Auseinandersetzung, die vor Gericht ausgefochten wurde. Dürfen sich die grossen Suchmaschinenbetreiber alles erlauben?

Anzeige von Thumbnails verboten?

Eine Suchmaschine hat den Zweck, Inhalte zu indexieren. Dazu gehören natürlich auch Bilder. Auch spezielle Bildersuchmaschinen gibt es schon lange. Nun kommt die Frage auf, ob das denn alles auch rechtlich in Ordnung sei.

Suchmaschinen zeigen in ihren Ergebnissen oft kleine Thumbnails an. Aber nicht nur diese kleinen Recherche-Helferlein zeigen die Bildchen in den Suchtreffern an. Es gibt auch eine Vielzahl an Applikationen und Browserzusätzen, welche sich mit fremden Bildern schmücken. Dazu zählen zum Beispiel Toolbars für Internet Explorer oder Firefox und so weiter. Dazu ist der Artikel "Google Thumbnail Preview für IE und FF" lesenswert.

Inzwischen gibt es Bedenken, ob die Anzeige dieser Thumbnails überhaupt erlaubt ist. Schliesslich handelt es sich um fremdes Eigentum, welches sich Suchmaschinen und Applikationen zu Eigen machen.

Eine Suchmaschine mit Thumbnail-Bildern kann auf jeden Fall schönere und übersichtlichere Ergebnisseiten liefern, als das ohne Bilder der Fall wäre. Somit wird also ein fremdes Erzeugnis genutzt.

Auf der anderen Seite möchten wohl nahezu alle Seitenbetreiber zu möglichst vielen Begriffen gefunden werden. Die allermeisten begrüßen dabei auch die Verwendung ihrer eigenen Bilder als Thumbnails, weil sie den Suchenden doch eher ansprechen als ein reines Textergebnis. Es werden also gezielt auch Bilder für einzelne Artikel von den Autoren eingesetzt.

Es gibt aber eben auch Seiten, wo dies so überhaupt nicht erwünscht ist. Ein Beispiel wäre die Webseite eines Fotografen. Dieser hat vielleicht eine ansprechende Website mit seinen mühevoll produzierten Fotos erstellt. Natürlich möchte er, dass die Fotos auf seiner Seite angesehen werden und entsprechender Traffic erzeugt wird.

Wenn zum Beispiel bei einer Bildersuchmaschine schon alle Bilder der Startseite des Fotografen zu sehen sind, dann könnte das den Bildkünstler mitunter sauer aufstossen, auch wenn es sich nur um Thumbnails handelt. Andere wiederum würden das ganze eher als willkommene Werbung sehen.

Ein weiteres Beispiel wäre auch unsere Seite. In der Template-Galerie, aber auch im Downloadbereich befinden sich unter anderem Thumbnails zu den bei uns erhältlichen Joomla-Templates. Wird ein solches Bild auf einer Suchseite angezeigt, ist das sicher Werbewirksam.

Da kann man eigentlich nichts dagegen haben. Aber es denken eben nicht alle so, aus welchen Gründen auch immer. Und wenn dann beim selben Bildersuchanbieter auch das Logo aus dem Header oder ähnliches erscheint, dann ist man damit sehr wahrscheinlich nicht mehr einverstanden. Hier gäbe es noch massenhaft weitere Beispiele.

Eine auf Bilder spezialisierte Suchmaschine indexiert also nicht nur Startseiten. Dazu gehört, wer hätte es gedacht, auch die Google Bildersuche. Wenn also auch noch die Fotos von allen möglichen Unterseiten und Logos und so weiter, im Suchindex auftauchen, dann wird die Sache berechtigterweise heikel.

Dabei wäre das Problem technisch relativ einfach für alle Seiten zu lösen. Sowohl der Suchmaschinenbetreiber als auch der Webmaster könnten Maßnahmen ergreifen, welche nur die Anzeige der gewünschten Bilder zur Folge hätten. Der Webmaster könnte unter anderem die Datei robots.txt nutzen.

Google zum Beispiel könnte sogenannte META-Tags anbieten. Damit ließen sich gezielt Bilder für die Indexierung ausschliessen. Mit den Google-Webmastertools kann man seine Bilder zwar für eine Indexierung freigeben, oder eben auch nicht. Aber damit sind halt alle Bilder gemeint. Gezielter ginge es eben mit einem no-picture META-Tag.

Kann man das bereitstellen einer solchen Möglichkeit von Suchmaschinen verlangen? Nun, es wäre zumindest Konsequent. Vielleicht kennt der ein oder andere das von Google angebotene no-follow META-Tag. Auf einer Website damit versehene Links werden von Google und mittlerweile auch anderen Suchmaschinen nicht gewertet. Um den Pagerank zu erhöhen wurden ja in der Vergangenheit und sicher immer noch, viele Links getauscht.

Wer nicht an genügend dieser begehrten Links herankam, konnte sich diese auch einfach kaufen. Laut Google verfälscht das die Suchergebnisse und man möchte deshalb diesen regen Handel so weit es geht verhindern. Dass Google sich soviele Gedanken für seine Mitmenschen macht damit alle richtig gute Suchergebnisse vorfinden, ist schon echt toll oder?

Wenn Google also solch ein bewundernswerter Menschenfreund ist, warum bietet er dann nicht einfach auch ein "nicht-folgen" META-Tag für Bilder an?

Kurze Denkpause...

Ja, richtig erkannt. Es geht nicht um die Menschen. Nana, wer wird denn so naiv sein. Klar, es geht wie immer um das große Geld.

Warum will man den Linkverkauf eindämmen bzw. ganz verhindern? Man will sich nicht einen einzigen Krümel vom großen Kuchen nehmen lassen, schliesslich ist man selbst der allergrößte Linkverkäufer auf der ganzen weiten Welt.

Ein "no-follow Tag" für Bilder dagegen würde für den Suchmaschinenbetreiber sicher keine finanziellen Vorteile bringen. Eher das Gegenteil. Es ist also mit großer Sicherheit davon auszugehen, dass ein solches Meta-Tag niemals für den Webmaster zur Verfügung stehen wird. Das könnte sich wohl nur ändern, wenn es von staatlicher Seite einen rechtsgültigen Gerichtsbeschluss gibt.

Schon 2003 gab es einen Gerichtsbeschluss, der einem Suchmaschinenbetreiber die Verwendung fremder Bilder untersagte. Im Februar diesen Jahres sah es wiederum genau anders herum aus. Da wurde die Klage eines Fotografen gegen eine Bildersuchmaschine abgewiesen.

Die Rechtsprechung ist also leider weiterhin relativ unklar. Wer seine Bilder schützen will, muss sich also selbst was einfallen lassen.

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