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der-kreative-fotograf-buchcoverWie kommt man zu guten Ideen für tolle neue Fotos, wo es doch scheinbar schon alles gibt? Diese Frage stellt sich irgendwann wohl jeder Fotograf. Die Autoren Robert Mertens und Heidi Mertens haben darauf nicht nur eine einzige Antwort und geben mit ihrem Werk "Der kreative Fotograf - Anders sehen, quer denken, kreativ fotografieren" Inspirationen, Impulse und Unterstützung für eine kreative Fotopraxis. Wir haben das Buch gelesen und zeigen in dieser Rezension ausführlich, was drin steckt.

Zündende Bildideen für Fotografen!

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Manchmal braucht es nur einen kleinen Anstoß mit den richtigen Tipps und schon entfaltet sich die eigene Kreativität in ungeahnter Weise. Mit ihrem Buch "Der kreative Fotograf" möchten der Fotograf, Fotokünstler und Trainer Robert Mertens und die fotografisch orientierte Künstlerin Heidi Mertens, zu neuem Denken, bewusster Wahrnehmung und dem Spiel mit der Fantasie einladen.

Es geht darum, das eigene kreative Potenzial für neue Bildideen zu nutzen.

  • Eigenes kreatives Potenzial entfesseln
  • Kreative Fotopraxis durch Workshops und Impulse
  • Neue Interpretation von Motiven sowie Entwicklung von Bildideen

 

Das in hochwertiger Fadenheftung gebundene Buch umfasst 369 Seiten und man hält bei einem Format von 21 x 24 cm ganz schön was in den Händen. Aufrund der vielen enthaltenen Fotos und Workshops, ist das auch sehr schön so. Wie vom Rheinwerk-Verlag gewohnt, ist auch wieder ein praktisches Lesebändchen integriert.

Verfügbarkeit und Inhalte

Seit Januar 2018 ist das Buch "Der kreative Fotograf" beim Rheinwerk-Verlag lieferbar und kostet 39,90 Euro. Es gibt auch wieder ein eBook für 35,90 Euro und ein Bundle aus eBook und Buch für 44,90 Euro.

Die Inhalte sind ohne das Vorwort des Lektors nach dem Inhaltsverzeichnis und ohne dem darauf folgenden Willkommens-Bereich, noch in ganze 29 Bereiche aufgeteilt, worauf am Ende ein paar kurze Worte zu Heidi und Robert Mertens und der Index folgen.

Willkommen

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Schon dem ersten Willkommens-Bereich geht ein interessantes und zu den folgenden Aussagen passendes, ganzseitiges Foto voraus. Die Autoren erklären dann die Beweggründe und das Zustandekommen für dieses Buch. Außerdem wird man darauf vorbereitet, was zu erwarten ist. Man wird ermutigt, möglichst offen an die vorgestellten Konzepte und Workshops heranzugehen. Das Buch muss keinesfalls von vorne nach hinten durchgearbeitet werden, wie die Autoren meinen. Auch wenn man die Reihenfolge frei wählen kann, empfiehlt es sich wohl doch, zumindest die ersten Kapitel auch zuerst zu lesen. Dies dürfte einfach einen besseren Einstieg gewährleisten.

Wie alles begann

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Auch dem ersten und ebenso allen weiteren Kapiteln, geht wieder ein ganzseitiges Foto voraus. Nun wird erklärt, wieso Kreativität mit einem Netzplan vergleichbar ist. Dabei wird eine Geschichte erzählt, in die man als Leser sehr gut eintauchen kann. Im Prinzip gehen die Autoren am Beispiel eines Netzplanes auf die Denkweise und diverse weitere Umstände ein. Alles läuft darauf hinaus, das kreative Potenzial zu finden. Nicht nur in diesem Kapitel, sind nahezu alle Seiten auch bebildert. Angenehmerweise sind alle Kapitel auch nicht zu lange gehalten.

Sie befinden sich hier

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Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Standpunkt. Man sollte also wissen, wo man steht und wo man hin möchte. Hier geht es aber nicht nur um Erklärungen. Der Leser wird direkt mit einbezogen und soll diverse Aufgaben erfüllen. Natürlich werden die Aufgaben genau erläutert und nach Erledigung auch ausführlich besprochen. Man ist also nicht nur mit Lesen beschäftigt, sondern macht an vielen Stellen aktiv mit. Viele Fotos unterstützen den Leser ständig dabei. Ein richtig gutes Konzept.

Ideen suchen

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Auch im dritten Kapitel geht es irgendwie darum, zu wissen, wo man steht. In diesem Fall soll herausgefunden werden, welche Art von fotografischen Ideen man finden möchte. Dazu stellen die Autoren drei Kategorien vor. Für die Ideensuche ist es offensichtlich sehr wichtig, in welchen Kategorien man sich selbst bewegt. Auch zu den Kategorien gibt es wieder diverse Beispielfotos. So ist immer sofort klar, was gemeint ist.

Empfinden sie sich als kreativ?

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Das vierte Kapitel wird mit dem Coverbild des Buches eingeleitet, welches sich der Ideen-Generator nennt. Nun geht es um den Glauben an die eigene Kreativität bzw. wie man seine kreative Kompetenz einstuft. Am Beispiel von Mozart geht es um göttliche Gaben und wie Menschen bereits in der Vergangenheit damit umgingen und heute damit umgehen. Es handelt sich nicht nur um interessante, sondern auch um lehrreiche Geschichten, die sich dann immer auch mit den Erkenntnissen der Autoren verweben.

Folge dem weißen Kaninchen

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Im fünften Kapitel stellen die Autoren die Frage, was gewesen wäre, wenn Alice aus dem Wunderland nicht dem weißen Kaninchen gefolgt wäre. Nachvollziehbar geht es um den Mut, ein kreatives Leben zu führen. Immer wieder werden Geschichten wie diese, für Vergleiche herangezogen und um interessante Erkenntnisse ergänzt. Nach und nach bekommt man so eine ganz neue Sicht auf viele Aspekte, die der kreativen Fotografie natürlich sehr zuträglich sind. Begleitet wird dies auch hier, mit kreativen Abbildungen. Auf Seite 50 angelangt, stößt man auf den ersten von zahlreichen Workshops, bei dem man ganz praktisch, veränderte Sichtweisen lernt. Man muss also wieder mitmachen, bekommt aber auch Tipps dazu.

Spielen Sie den unspielbaren Flügel

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Das sechste Kapitel startet wieder mit einer spannenden und natürlich lehrreichen Geschichte über Unzulänglichkeiten, aus denen sich durchaus erfolgreiche und kreative Ergebnisse entwickeln können. Offensichtlich können aus allem Ärger heraus, auch tolle Ideen entstehen. Die Autoren plaudern hier auch aus dem eigenen fotografischen Alltag und was sie aus unvorhersehbaren Situationen gemacht haben. Störquellen können also sehr hilfreich sein und die Autoren raten förmlich dazu, welche einzubringen und davon zu profitieren. Das Kapitel schließt dann mit dem Workshop zum Konstruieren und Fotografieren eines Land-Art ab. Erwartungsgemäß bekommt man wieder diverse Aufgaben gestellt, wird aber auch hier erneut kompetent an die Hand genommen.

Nichts ist so flexibel wie ein fixer Plan

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Nun geht es im siebten Kapitel um Fehlschläge und wie man damit umgehen kann. Ein kleines Zitat von Miles Davis bringt es auf den Punkt, welches hier natürlich nicht vorweggenommen werden soll. Vieles lässt sich eben auch auf die Fotografie münzen, was einem an vielen Stellen im Buch begegnet. Dann werden diverse Abbildungen gezeigt, die ganz offensichtlich einem Fehler entsprungen sind und doch zu außerordentlich kreativen Ergebnissen geführt haben. Das Zeigen der Fehler ist also Absicht. Viele Hinweise helfen, Fehler kreativ zu verwenden, worauf wieder ein Workshop, diesmal passend für das kreative Spiel mit Fehlern folgt.

Alles nur geklaut!?

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Wie die Autoren zurecht vermerken, ließen und lassen sich nahezu alle Kreativen von anderen Künstlern mehr oder weniger inspirieren. Von Null fängt kaum jemand an und auch darum geht es in diesem achten Kapitel. Es wird erklärt, wie sich bereits vorhandene Ideen nachahmen und kombinieren lassen. Da es eigentlich schon alles gab, ist dies eine nachvollziehbare Vorgehensweise, um doch etwas Einzigartiges zu kreieren. Viele Erläuterungen und Abbildungen helfen wieder beim Verständnis und man wird mit Übungen erneut zum Mitmachen aufgefordert. Am Ende des Kapitels gibt es wieder einen tollen Workshop, diesmal mit dem Titel "Bild im Bild".

Wagen Sie einen Blick in die Zeit

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Auch Zeitreisen können zur Beflügelung der Kreativität vorteilhaft sein, wie im neunten Kapitel dargelegt wird. Hier geht es um den fantasievollen Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft. Im weiteren Verlauf des Kapitels wird man aufgefordert, sich selbst auf eine kreative Zeitreise zu begeben. Erfreulicherweise gibt es viele Tipps, wie man das richtig macht. Es gibt sogar eine auf acht Punkte verteilte Anleitung für Zeitreisende. Nach spannenden Ausführungen folgt ein Workshop, mit dem Zeit sichtbar gemacht wird. Neben Fotos sind hier auch gezeichnete Szenen abgebildet.

Zufällig gut

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Das zehnte Kapitel beschreibt den Zufall als kreativen Ideengeber. Dazu gibt es auch eine schöne Geschichte zu dem sicher bei vielen Fotografen bekannten Louis Daguerre und seiner Lochkamera aus dem Jahre 1835. Es folgen zahlreiche intensive Ausführungen inklusive fotografischer Abbildungen, die dem Leser gut verständlich machen, wie wichtig der Zufall sein kann. Etwas weiter hinten, werden diverse Ideen wie z.B. die Arbeit mit intensiven Schatten, Farbtemperaturen usw. gezeigt. Dann folgt wieder ein Workshop, diesmal mit dem Titel "Der glückliche Zufall".

Kreativität ist Dada

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Bei dem Begriff Dada spielen die Autoren auf die Experimentierfreude an. Zunächst wird im elften Kapitel eben dieser Kunststil beschrieben und dann auch, was man für sich und seine kreative fotografische Arbeit daraus mitnehmen kann. Hier stößt man auch auf gescannte Bilder, welche eine Anlehnung an Fotogramme aus der analogen Zeit darstellen. Wie inzwischen schon gewohnt, wird man wieder zum Mitmachen animiert und dabei mit Vorgaben unterstützt. Der darauffolgende Workshop zeigt im erweiterten Sinne mehrere Wege, wie mit Licht gemalt werden kann.

Ich sehe was, was du nicht siehst

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Mit einer schönen Geschichte aus der Schulzeit startet das zwölfte Kapitel. Beschrieben wird die verblüffende, aber nicht falsche Antwort eines Schülers auf eine Rechenaufgabe. Es kommt eben auf die Sichtweise an und das kann man sich auch in der Fotografie zunutze machen. Prinzipiell widmet sich auch dieses Kapitel wieder der Fantasie und Kreativität und hält dazu auch einige Übungen sowie ausführliche Erläuterungen bereit. Viele Fotos unterstreichen die Aussagen und helfen, ein fantasievoller Beobachter zu werden. Mit dem anschließenden Workshop wird man geschult, um Dinge nicht zu übersehen.

Kreativ durch Variationen

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Kapitel 13 zeigt den spielerischen Umgang mit Abwandlungen auf. Das beginnt ganz unscheinbar am Beispiel eines Ei´s. Im weiteren Verlauf werden fotografische Gewohnheiten und Muster beschrieben und beispielhafte Variationen gezeigt. Es ist durchaus erstaunlich, welche Unterschiede daraus resultieren können. Natürlich gibt es viele Methoden, um mit Variationen umzugehen, welche man in diesem Kapitel kennenlernt. In einzelnen Schritten werden dann Strategien für Variationen mit dem Leser erarbeitet, die letztlich für Aufmerksamkeit sorgen. Im anschließenden Workshop darf der Leser dann mit dem Gelernten selbst ran und aus einem Motiv, viele Varianten erstellen.

Kreativ im Schwarm

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Die Vorteile von Teamarbeit und die Arbeit im Netzwerk sind das Thema des vierzehnten Kapitels. Es werden ausführlich drei charakteristische Typen vorgestellt, die gut für ein kreatives Netzwerk sind. Im weiteren Verlauf wird vermittelt, wie diese Typen zu erkennen und letztlich zusammenzubringen sind. Dann werden sechs Regeln für erfolgreiches Brainstorming vermittelt, worauf ein umfangreicher Workshop für viele neue Bildideen folgt.

Das andere Sehen

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In einer anderen Umgebung ist alles viel interessanter und die Aufmerksamkeit steigt, wie man nun in Kapitel 15 genau erklärt bekommt. Wie in den anderen Kapiteln, wird auch hier natürlich nicht nur diese eine Weisheit vermittelt. Es gibt wieder detaillierte und interessante Ansichten zum Thema, die den Leser auf die richtige Fährte bringen. So wird beispielsweise empfohlen, in die Rolle von anderen Personen zu schlüpfen und es wird dargelegt, wie diese Personen sich äußern würden. Unterschiedliche Formen des Perspektivenwechsels werden besprochen und die Arbeit mit dem Gegenteil sehr ausführlich gezeigt. Mit einem Workshop zu geteilten Bildern endet das Kapitel.

Der Windspieleffekt

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Mit dem sechzehnten Kapitel ist bereits Seite 205 erreicht. Nun geht es um das bewusste Aufbrechen bestehender Strukturen. Feste Gewohnheiten und Denkmuster sollen also verändert werden. Dazu machen sich die Autoren wieder sehr ausführliche Gedanken und untermalen dies natürlich mit tollen Fotos. Der folgende größere Workshop geht auf fotografische Gewohnheiten ein und wie diese veränderbar sind.

Im Jetzt sein

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Ohne Erwartungen sehen und fotografieren, ist der Untertitel des siebzehnten Kapitels. Sehr ausführlich wird darauf hingewiesen, dass uns Wissen blind für das Sehen macht. Es geht also darum, die Aufmerksamkeit und seine Sinne zu erweitern, was auch trainiert werden kann. Natürlich bekommt man viele gute Tipps dazu, wie das geht. Im folgenden Workshop wird erklärt, wie man das Alltägliche zu etwas Besonderem macht. Diverse Fotos zeigen, was daraus entstehen kann.

Kreativität ist keine Insel

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Mit einem Ausspruch von Heraklit beginnt das achzehnte Kapitel und verweist auf den Ortswechsel für die Gewinnung neuer Ideen. Das Umfeld muss für kreative Ideen stimmen und wie man erfährt, kann dies für jeden Fotografen anders aussehen. In weiteren Ausführungen werden die Vorteile und Nachteile von Orten für die Kreativität beschrieben. Daran schließt ein Workshop über Mehrfachbelichtung und Bewegung mit guten Tipps an.

Das Gewicht der Farben

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Bisher haben die Autoren auf die Vermittlung von grundlegendem Fachwissen und Technik bewusst verzichtet, was dieses Buch auch anders macht. Die Farben sparen aber auch sie nicht aus. Im neunzehnten Kapitel erfährt man also einiges über die Bedeutung der Farben. Anhand von mit Photoshops Color Lookup veränderten Fotos, werden unterschiedliche Stimmungen gezeigt und besprochen. Auf den Folgeseiten werden jeweils ausführlich die Wirkungen der Farben Blau, Rot, Grün, Gelb, Violett, Orange, Braun, Weiß, Schwarz und Grau erklärt. Im Anschluss wird der Frage nachgegangen, welche Farbe Kreativität hat. Die Autoren nehmen nun Bezug auf die Kreativitätstechnik von Edward de Bono und den sechs verschiedenfarbigen Hüten. Es handelt sich um eine interessante Übung, die in zwei Varianten durchgeführt werden kann. Es schließt sich wieder ein Workshop, diesmal zu seriellen Farbtafeln an.

Faktencheck mit Bauchgefühl

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Nun im zwanzigsten Kapitel, möchten die Autoren dabei helfen, Verstand und Gefühl in Einklang zu bringen. Es wird genauer auf die inuitive und die analytische Arbeitsweise eingegangen und zur Kombination geraten. Entsprechende Merkmale dieser Arbeitsweisen werden in einem Kasten gegenübergestellt. Ein weiterer Aspekt sind Fragen, die den kreativen Prozess unterstützen. Zum Beispiel werden typische W-Fragen besprochen. Dann folgt ein Workshop, der eine analytische Technik basierend auf dem morphologischen Kasten vorstellt. Natürlich werden wieder Aufgaben gestellt und anschließend in einer Matrix gezeigt, wie so etwas aussehen kann.

Kreatives Denken ist analog

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Im einundzwanzigsten Kapitel bezeichnen die Autoren das kreative Denken als immer analog und geben Tipps für eine digitale Auszeit. Es folgen zahlreiche Ratschläge, auf die man möglicherweise in der heutigen Zeit gar nicht mehr so einfach kommt. Und auch der folgende Workshop zum analogen Skizzen- und Ideenbuch dürfte jeden ambitionierten Fotografen weiterbringen.

Störquellen der Kreativität erkennen

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In einem vorderen Kapitel haben die Autoren darauf hingewiesen, bewusst Störungen zu nutzen, um die Kreativität zu fördern. Offensichtlich gibt es aber auch Störquellen, welche die Kreativität negativ beeinflussen und genau darum geht es jetzt im zweiundzwanzigsten Kapitel. Es wird erklärt, wodurch Störungen entstehen und wie sie zu verhindern sind. Unter diversen Oberbegriffen wird dies ganz ausführlich und bebildert, besprochen. Es folgt ein Workshop zur Arbeit mit Störquellen.

Kreatives Vergessen

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Die Autoren stellen in Kapitel 23 die Frage, was wäre, wenn wir nichts mehr vergessen würden. Ein durchaus komplexer Gedankengang, der hier intensiv betrachtet wird. Wie an vielen anderen Stellen im Buch, lassen sich die hier gemachten Aussagen auch auf andere Lebensbereiche übertragen und sind nicht ausschließlich für die Fotografie wertvoll. Der anschließende Workshop trägt den Titel "Leerräume zu Freiräumen machen" und zeigt, wie mit wenigen Elementen agiert werden kann.

Phasenweise kreativ

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In Kapitel 24 zerlegen die Autoren den kreativen Prozess in seine Einzelteile. Dazu werden fünf Phasen des kreativen Prozesses recht genau behandelt. Das zieht sich doch über einige Seiten. Einen abschließenden Workshop gibt es hier nicht, wohl weil eigentlich das gesamte Kapitel bereits eine Art Workshop ist.

Alleinsein aushalten

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Sicher zurecht bezeichnen die Autoren das Kapitel 25 als schwierig. Es geht um ruhige Momente und um introvertierte sowie extrovertierte Menschen. Auch das Alleinsein spielt eine Rolle. Tiefgehende Gedanken unterstützen dabei, sich selbst kennenzulernen und daraus einen großen Nutzen zu ziehen. Auch hier lässt sich das Geschriebene nicht nur für die Fotografie nutzen.

Die Stimme aus dem Off

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Jetzt in Kapitel 26 ist der innere Kritiker gefragt. Wie ist Selbstkritik zu bewerten und wie geht man letztlich damit um? Darauf gehen die Autoren mit einem beispielhaften Streitgespräch mit sich selbst, ein. Quasi ein Interview mit dem inneren Kritiker. Im Prinzip lernt man, auf die eigene Kritik zu hören, sich davon aber nicht fertig machen zu lassen und stattdessen etwas Positives mitzunehmen. Auch wenn der anschließende Workshop den Titel "Den inneren Kritiker ausschalten" trägt, wird man nicht aufgefordert, keine Selbstkritik mehr zu haben.

Konzentrierte Ablenkung

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Nun geht es um das Problem der eingeschränkten Sicht, die durch hohe Konzentration zwangsläufig entsteht. Aber auch aus diesem Dilemma gibt es Wege, wie man in Kapitel 27 zum Beispiel an einer Betrachtung zwischen Suchmaschine und Bibliothek erfährt. Hier taucht der schöne Begriff des kreativen Hintergrundrauschens auf. Im folgenden Workshop wird die Idee der Konzeptfotografie aufgegriffen. Es werden Gedanken vorgegeben, die in Bilder umgesetzt werden sollen. Dabei wird auch ein Blick in Richtung Kunst geworfen. Es ist schon erstaunlich, was mit diesem Workshop erreicht werden kann.

Bitte nicht lesen

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Neugier und eine aufgeschlossene Geisteshaltung sind das Thema in Kapitel 28 und werden hier sehr eingehend und ausführlich behandelt. Um Wirkungsweisen in der Fotografie geht es in dem Workshop "Der neugierige Blick". Hier werden quasi die Faktoren für den Erfolg einer Fotografie erarbeitet und gezeigt, wie die maximale Wirkung erzielt wird. Auch die grafische Gestaltung und technische Umsetzung kommt noch zur Sprache.

Querbelichtet

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Kreative Impulse und Aktionen sind das Thema in Kapitel 29. Die Rede ist von Triggern und Impulsen, die nicht in Kategorien geordnet sind, um neue Querverbindungen entstehen zu lassen. So stellt dieses Kapitel mit der Auflistung und Beschreibung solcher Trigger, eine Sammlung für neue Ideen zu einem Thema dar, die allerdings schon an anderen Stellen im Buch genannt wurden, was die Autoren offensichtlich so beabsichtigt haben, weil sie auch explizit darauf hinweisen. Es ist quasi nochmal eine Zusammenfassung wichtiger Aspekte aus dem ganzen Buch, die sehr umfassend ausfällt und für späteres Nachschlagen schnell zu finden ist.

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Zum Abschluss stellen sich Heidi und Robert Mertens noch etwas genauer vor, worauf das Buch mit dem Index endet.

Fazit

ahadesign-buchtipp-der-kreative-fotografDas Buch "Der kreative Fotograf - Anders sehen, quer denken, kreativ fotografieren" ist nicht das klassische Werk zum Erlernen von Fotografie und Anfänger kommen hier auch eher nicht auf ihre Kosten. Technische Aspekte wie Blenden, Belichtungszeit usw. werden nahezu vollständig ausgeblendet und allenfalls in Bezug zur Kreativität erwähnt. Vielmehr geht es um die Ideenfindung und Kreativität. Äußerst tiefsinnige Gedanken, gepaart mit zahlreichen Tipps und Tricks sowie vielen Workshops zum Mitmachen, helfen jedem Fotografen, noch nicht dagewesene und durchaus außergewöhnliche Bilder zu realisieren. Damit unterscheidet sich das Werk der beiden Autoren Robert Mertens und Heidi Mertens von zahlreichen anderen Publikationen zur Fotografie und vermittelt eher psychologische Aspekte, welche ganz sicher auch in vielen anderen Lebensbereichen brauchbar sind. Den kreativen Fotografen sollte man intensiv und in aller Ruhe, sehr bewusst genießen.

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