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objektfotografie-buchWir haben das Buch »Objektfotografie - Die große Fotoschule« von Jürgen Herschelmann rezensiert und zeigen, was die Leser erwartet.

Die Objektfotografie ist ein hochinteressantes Genre in der Fotografie, mit der sich tolle Ideen umsetzen lassen und auch Geld verdienen lässt. Das nachfolgend vorgestellte Buch zur Fotografie von Objekten ist ein Highlight in diesem Jahr und enthält vielseitige Informationen sowie Tipps & Tricks für die Umsetzung mit Kamera und Licht und auch die Bildbearbeitung ist ein Thema.

Objektfotografie von A bis Z mit Jürgen Herschelmann

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Der Autor Jürgen Herschelmann ist schon seit Kindestagen am Fotografieren und betreibt seit über 30 Jahren professionelle Stilllife-Fotografie. Durch seine Arbeit im Bereich Werbung und Editorial kennt er sich sehr gut mit der Objektfotografie aus und beherrscht die Umsetzung auch schwieriger Aufträge. Sicher hat er durch die Unterrichtung von Fotografie und Bildgestaltung in Fotokursen und persönlichen Coachings ein gutes Gespür dafür, wie man Wissen verständlich und nachhaltig vermittelt. Mit seinem Buch »Objektfotografie - Die große Fotoschule« ist ihm das auf jeden Fall gelungen.

Preis und Verfügbarkeit

Das Buch hat einen Umfang von 358 Seiten und ist beim renommierten Rheinwerk Verlag zum Preis von 39,90 € erhältlich. Das E-Book kostet nur 35,90 €. Das Bundle aus Buch und E-Book ist für 44,90 € zu bekommen. Versandkosten fallen innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht an, sofern direkt beim Rheinwerk Verlag bestellt wird, was wir unbedingt empfehlen, denn dann kommt das Buch schnell und sicher an und es werden nicht unnötig zusätzliche Ressourcen verbraucht. Die gebundene Ausgabe enthält außerdem ein nützliches Lesebändchen.

Hier zum Buch Objektfotografie - Die große Fotoschule

Wer möchte, kann sich auf der Produktseite zum Buch auch erst einmal eine kostenlose Leseprobe und das Leseverzeichnis ansehen.

Kurz zusammengefasst einige Merkmale zum Buch:

  • Ideen entwickeln, Set aufbauen, mit Licht gestalten
  • Lichtquellen und Lichtformer
  • Freisteller, Flatlay, Close-up und Stillleben
  • Über 30 Schrittanleitungen
  • Mit Beiträgen von Gastautoren
  • Inspiration für zahlreiche Motive
  • Retusche und Composing

objektfotografie-rueckseite

Die folgende Rezension soll in kompakter Weise, jedoch mit der nötigen Tiefe, offenbaren, was das Buch wirklich zu bieten hat und so bei der Entscheidung für oder gegen das Werk behilflich sein. Wer sich nur für ein bestimmtes Kapitel oder das Fazit interessiert, kann dieses im folgenden Inhaltsverzeichnis mit einem Klick direkt anspringen.

Inhaltsverzeichnis:

 

Inhalt des Buches

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Nach dem nicht nur beim Rheinwerk Verlag üblichen Vorwort der Lektorin, wird das Inhaltsverzeichnis präsentiert, welches bereits mit hochwertigen Abbildungen an den Rändern bestückt ist. Wie hier ersichtlich ist, sind 10 umfangreiche Kapitel sowie am Ende ein Index zu erwarten. Darauf folgt auch schon die Einleitung, welche sich über sechs Seiten erstreckt und reich bebildert ist. Zu jedem Foto sind die Brennweite, Blende, Belichtungszeit und ISO sowie die Lichtart angegeben, was sich im ganzen Buch so fortsetzt. In der Einleitung erläutert der Autor, wie er zur Objektfotografie gekommen ist und wie man damit umgeht. Nach dieser ersten Einstimmung geht es dann mit dem ersten Kapitel los.

Kapitel 1 - Foto- und Studiotechnik

Hier erfährt man alles über die benötigte Technik bzw. das Equipment, welches für die Objektfotografie benötigt wird. Geeignete Kamerasysteme werden genauso vorgestellt, wie Fernauslöser und Objektive. In einem Exkurs geht der Autor auf Kameraeinstellungen für die Objektfotografie ein. Dann wird das Fotostudio und Stative sowie weiteres Zubehör wie Lichtzelt usw. besprochen.

Kapitel 2 - Licht

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Im zweiten Kapitel geht es um die optimale Ausleuchtung von Materialien und Objekten. Lichtquellen wie natürliches und künstliches sowie Dauerlicht und diverse Blitze usw. sind das Thema, welches ausführlich behandelt wird. Ebenso umfangreich geht der Autor auf Lichtformer wie Normalreflektor, Lichtwanne, Beauty-Dish, Schirm und Spezial-Lichtformer ein, mit denen das Licht gezielt geleitet werden kann. Wie sich das verschiedene Licht auswirkt, ist schön an gegenübergestellten Abbildungen mit Beschreibungen nachvollziehbar. Auch komplette Lichtsets werden mit Abbildungen erklärt, so dass man den Aufbau sofort erkennt und versteht. Die dazugehörigen fertigen Resultate fehlen auch nicht. Abschließend gibt es in diesem Kapitel noch einen Exkurs zur Lichtsetzung und Bildbearbeitung.

Kapitel 3 - Freisteller und Packshot

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Hier geht es um Perspektiven, Unter- und Hintergründe, Lichtsetzung, Hohlkehle und um die Umgebung für Freisteller, also für zu fotografierende Objekte, die freigestellt werden sollen. Spannend ist, wie man Freisteller inszenieren oder Packshots andekorieren kann und alles ist immer gut bebildert. Weitere Themen sind Produkt-Stillleben, Makro-Freisteller und künstlerischer Freisteller. Der Exkurs zum Ende des Kapitels behandelt die Objektfotografie als Beruf.

Kapitel 4 - Flatlay

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Mit Flatlay ist der Blick von oben auf das zu fotografierende Objekt gemeint. Dazu erklärt der Autor ganz vielfältige Möglichkeiten zum Beispiel mit Legeware in verschiedenen Kombinationen und auch mit anderen Objekten wird es richtig kreativ. Unter anderem wird beschrieben, was man mit mehreren Bildebenen anstellen kann und natürlich, wie es geht. In einem gesonderten Kasten wird die 360-Grad-Fotografie kurz beschrieben. Dann geht es weiter mit dem Setaufbau, bei dem ebenfalls viele Dinge beachtenswert sind. Es folgt ein Interview mit einer Fotografin zur Foodfotografie. In lockerer Weise plaudert diese über ihre Erfahrungen und wie sie Fotos rund ums Essen umsetzt. Viele auch ganzseitig abgebildete Fotos mit den Aufnahmedaten, regen zum Selbermachen an.

Kapitel 5 - Close-up

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Im fünften Kapitel sind wir bei der ganz nahen Fotografie. Zum Thema Close-up wird zunächst auf die Technik für den Nahbereich eingegangen. Unter anderem werden Umkehrring, Nahlinsen oder Spezialleuchten wie Kleinstblitze oder flexible Lichtleiter besprochen. In einem kleinen gesonderten Kasten ist etwas über die passende Blende zu erfahren. Mit den nötigen Grundlagen kann man sich dann an die Gestaltung von Close-up-Fotos wagen, was gleich zum Thema Schmuck gezeigt wird. Man erfährt zum Beispiel, wie Details nicht nur bei Schmuck herausgearbeitet werden. Auch um außergewöhnliche Perspektiven geht es und die Vorzüge von Tilt-Shift-Objektiven werden gezeigt. Es geht spannend weiter, bis schließlich in einem Exkurs noch das Focusstacking und passende Software dazu, ausführlich beschrieben wird.

Kapitel 6 - Objekte on Location

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Zwar werden in der Objektfotografie die meisten Fotos im Studio gemacht, aber auch draußen ergeben sich viele Möglichkeiten, die nun im 6. Kapitel behandelt werden. Hier spannt der Autor den Bogen von der Planung über die Ausrüstung bis zum Shooting vor Ort. Er plaudert aus eigenen Erfahrungen und zeigt, wie er einige seiner Auftragsarbeiten umgesetzt hat. So ist man als Leser quasi bei jedem Projekt mit all seinen Unwägbarkeiten mit dabei und kann gut nachvollziehen, warum etwas genau so und nicht anders gemacht wurde.

In diesem Kapitel werden auch sehr große Aufbauten gezeigt, wofür natürlich entsprechendes Equipment nötig ist. Und immer wieder wird auch auf die nachträgliche Bildbearbeitung hingewiesen, die ebenfalls viel Zeit kosten kann. In einem Interview wird dann wieder eine Fotografin, diesmal zur Interiorfotografie befragt und auch hier gibt es wieder viele tolle Fotos mit Beschreibung und Daten zu Kamera, Objektiv usw.

Kapitel 7 - Objekte mit einem Modell inszenieren

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In einer Produktdarstellung machen sich auch abgebildete Menschen gut, wie man in diesem Kapitel erfährt. Entsprechend wird nun gezeigt, wie sich Objekte mit einem Modell inszenieren lassen. Dazu wird zunächst die Frage geklärt, welche Möglichkeiten es gibt, ein passendes Modell zu finden. Der Autor bespricht hierzu die Vermittlung von Künstlern über das Arbeitsamt. Interessanterweise vermeidet er die Bezeichnung Arbeitsagentur. Auch auf die beim Rheinwerk Verlag zum Download bereitstehenden Vorlagen für Model-Verträge wird hingewiesen.

Dann folgen noch diverse Hinweise zu Agenturen unter anderem auch für Handmodelle. Weitere Themen sind Visagie und Styling und der Ablauf des Shootings wird erklärt. Man erfährt auch, wie sich eine Fotoassistenz gut finden lässt. In einem Exkurs geht es um das Setstyling, worauf ein Interview mit zwei Autofotografen folgt. Wie inzwischen gewohnt, gibt es dazu auch wieder zahlreiche herausragende Fotos. In diesem Kapitel geht es schon sehr professionell zu und um die hier gezeigten Projekte nachmachen zu können, muss man doch viel Aufwand betreiben und Geld in die Hand nehmen.

Kapitel 8 - Kreatives Stillleben

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Für kreative Stillleben setzen nur Technik und eigene Fähigkeiten Grenzen, wie der Autor meint. Es geht hier um Idee und Gestaltung, erzählendes Stillleben, die freie und kommerzielle Arbeit, um grafische Objektfotos, bewegte Objektfotos, Action-Objektfotos, High-Key und Low-Key, Computerfotos, kreative Bildgeschichten und so vieles mehr. Ein extrem umfangreiches Kapitel, dass hier nur angerissen werden kann. In einem Exkurs erfährt man, was Cinemagraphs sind und wie diese mit Photoshop erstellt werden können und man bekommt auch gleich einige kreative Ideen mit auf den Weg. Auch ein Interview mit vielen tollen Fotos gibt es wieder. Diesmal mit einem Fotografen für kreative Stilllife-Fotografie.

Kapitel 9 - Motive

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Im neunten Kapitel angekommen, hat man nun die Grundlagen und Spielarten der Objektfotografie drauf. Mit diesem Wissen kann man sich nun um beliebte Motive und Materialien kümmern. Dazu gibt es viele Schrittanleitungen und Tipps und es wird auf Besonderheiten unterschiedlicher Objekte eingegangen. Zuerst geht es wieder um Schmuck und auch darum, wie man damit richtig umgeht, ohne diesen während des Fotografierens zu beeinträchtigen. Wie bei praktisch allen Objekten, geht es hier natürlich auch darum, die Spiegelung zu meistern und eine entsprechende Lichtsetzung zu beachten.

Auf der linken Seite wird für jedes Projekt der Schwierigkeitsgrad mit Sternchen sowie die Voraussetzungen wie Kamera, Objektiv, Stativ, Blitz usw. und die Dauer der Fotosession und nachträglichen Bildbearbeitung angegeben. Das fertige Foto ist groß abgebildet und es gibt dazu eine kurze Beschreibung sowie die Daten für Kamera usw. Auf der rechten Seite ist eine Abbildung des Setups bzw. Aufbaus mit kurzer Beschreibung zu sehen und oberhalb werden alle Schritte nacheinander genau erklärt. Das ist wirklich nützlich, wenn man sich selbst an ein solches oder ähnliches Projekt wagen möchte. Bei umfangreicheren Projekten folgen weitere Schritte auf den folgenden Seiten.

Einige der Projekte sind Federschmuckring, Fisch und Schmuck, Eis und Schmuck, Uhren mit Tieren, Uhrencollage, Kosmetik und Flakons, Objekte im Stapel, Glas und Brillen, Feuer, Rauch und Liquids, Nebel, Wassersplash, Pyrotechnik, Food und vieles mehr. Es sind wirklich sehr viele Projekte, die super beschrieben und abgebildet sind und die man hier nachmachen kann.

Kapitel 10 - Bildbearbeitung

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Die Arbeit nach dem Fotoshooting in der Bildbearbeitung nimmt einen großen Teil der Objektfotografie ein, worauf der Autor schon mehrfach in den vorigen Kapiteln hingewiesen hat. Im 10. und letzten Kapitel wird zunächst auf die technische Ausstattung wie dem Computer, Festplatten, Monitor und Farbmanagement eingegangen. Natürlich wird auch hier, wie in praktisch jedem Buch zur Fotografie und Bildbearbeitung, der Farbraum erklärt, was aber angenehm kurz gehalten und dennoch verständlich ist. Dann werden Grundeinstellungen in Adobe Lightroom und Photoshop erläutert.

Ein wichtiger Aspekt ist sicher die nichtdestruktive Bildbearbeitung, auf die der Autor ebenso eingeht, wie auf die Ebenen-Palette, Ebenenmaske und das Smartobjekt. Dann wird die Strategie für die Bearbeitung in Photoshop und die Fotostrategie erklärt. Auch wichtige Techniken in Photoshop werden gezeigt. Gerade das Auswählen und Ausschneiden sowie Verschieben ist hier für die Objektfotografie ganz wichtig. Dann werden noch viele Beispiele für den Workflow gezeigt. Im anschließenden Exkurs geht es darum, die eigenen Arbeiten zu zeigen, zum Beispiel auf einer Webseite, einem Blog oder in sozialen Medien. Mit dem Index schließt das Buch dann ab.

Schlussbemerkung

ahadesign-buchtipp-objektfotografieDas Buch »Objektfotografie - Die große Fotoschule« von Jürgen Herschelmann ist zweifelsohne eines der Highlights des Jahres 2021 und hat unbedingt eine Empfehlung verdient. Von den absoluten Grundlagen bis hin zu komplexen Projekten, wird alles gezeigt, um letztlich erfolgreich Objektfotografie betreiben zu können und man profitiert stets von der großen Erfahrung des Autors.

Das Buch ist sehr verständlich mit vielen tollen Schritt-für-Schritt-Anleitungen, zahlreichen Tipps & Tricks, Abbildungen und Fotos geschrieben, die keine Fragen offen lassen. Somit eignet sich dieses Werk für blutige Anfänger ebenso, wie für fortgeschrittene Fotografen und Bildbearbeiter.