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nur-noch-teueres-captureone-proDer RAW-Konverter Capture One von PhaseOne ist nur noch in der Pro-Version erhältlich und damit für viele Nutzer doppelt so teuer.

Das dänische Unternehmen PhaseOne hatte sich über die Jahre einen guten Namen mit dem RAW-Konverter Capture One gemacht.

Nachdem man Ende letzten Jahres allen Partnern praktisch über Nacht gekündigt hatte, werden nun ebenso plötzlich, nicht mehr die herstellerbezogenen Varianten für Nikon, Sony und Fujifilm zur Verfügung gestellt, die ca. um die Hälfte günstiger waren, als Capture One Pro.

Aus für Capture One für Nikon, Sony und Fujifilm

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Passend zum Weihnachtsgeschäft 2021 hat PhaseOne weltweit alle Partner vor den Kopf gestoßen, als man deren Partnerschaft kurzerhand aufgekündigt hat, auch uns. Für so manche Influencer bzw. YouTuber und Webseitenbetreiber sowie anderen Geschäftstreibenden ist damit ein wichtiges Geschäftsmodell komplett und ohne Vorwarnung weggebrochen, für das die meisten über einen langen Zeitraum sehr viel Energie und sicher auch viel Herzblut investiert und aufwendige Maßnahmen getroffen haben, um einigermaßen lohnenden Umsatz generieren zu können. Man hatte praktisch keine Chance, sich rechtzeitig anderweitig auszurichten. Da war man gut beraten, mit seinem Geschäft möglichst breit aufgestellt zu sein.

Ein Nebeneffekt dieses rigorosen Vorgehens war und ist natürlich der immense Vertrauensverlust gegenüber dem Unternehmen, der vor allem im geschäftlichen Bereich entstanden ist, sich aber bereits nach kurzer Zeit auch im Umfeld der Nutzer des RAW-Konverters bemerkbar gemacht hat. Für das eigene Geschäftsmodell werden sich die meisten künftig sicher dreimal überlegen, ob man jemals wieder eine Partnerschaft mit diesem Unternehmen eingeht, denn offensichtlich lässt sich nicht einschätzen, was am nächsten Tag passiert. Damit aber nicht genug. Jetzt bekommen endgültig auch die Anwender von Capture One dieses unverständliche Geschäftsgebaren zu spüren.

Die neuen hohen Preise für den RAW-Konverter Capture One

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Es ist jetzt tatsächlich aus für Capture One für Nikon, Sony und Fujifilm. Bisher war es ja noch möglich, diese Varianten praktisch zum halben Preis der doch recht kostenintensiven Pro-Version zu bekommen. Statt 349 Euro für eine Dauerlizenz zahlte man 2020 noch 149 Euro und später im Jahre 2021 bereits 229 Euro. Bei den Abo-Preisen lässt sich ein ähnlicher Vergleich ziehen, worauf an dieser Stelle gar nicht weiter eingegangen werden soll.

Selbst diese jetzt nicht mehr erhältlichen, herstellerspezifischen Versionen, konnte man nicht gerade als billig bezeichnen, denn damit konnten auch nur die RAW-Dateien der jeweiligen Kamerahersteller wie eben Nikon, Sony oder Fujifilm und nicht wie bei Capture One Pro, alle Rohdaten bearbeitet werden. Dennoch waren die Preise für diese Versionen für viele potenzielle Käufer doch ein Argument. Damit ist jetzt offensichtlich Schluss.

Man hat jetzt nur noch die Möglichkeit, ein monatliches Abo für 29 Euro oder ein jährliches Abonnement für 219 Euro abzuschließen oder eben eine dauerhafte Lizenz für 349 Euro zu kaufen. Natürlich bekommt man bei der dauerhaften Lizenz die jährlichen Upgrades nicht kostenfrei. Man müsste also jedes Jahr erneut bezahlen, womit sich dann doch ein Abo lohnt. Oder man bleibt einige Jahre bei der jetzt aktuellen Version, denn richtig herausragende Änderungen und Verbesserungen, die jeder brauchen würde, waren bisher auch nicht in jedem Jahr zu bemerken. Beispielsweise hat man mit dem groß angekündigten HDR Merging, also dem Zusammenrechnen von Belichtungsreihen, ein Feature implementiert, welches praktisch nicht funktioniert.

Capture One für Sony, Fujifilm und Nikon zum alten Preis

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Es gibt tatsächlich die Möglichkeit, Capture One für Sony, Fujifilm und Nikon noch zum alten Preis zu nutzen, jedoch nur für Kunden mit bestehendem Abonnement für Version 22. Im April soll dann ein kostenloses Upgrade auch für Kunden mit einer bestehenden Dauerlizenz der abgespeckten Varianten für Version 22 verfügbar sein. Damit werden die herstellerbedingten Varianten praktisch in Capture One Pro umgewandelt und man kann dann alle RAW-Formate ohne zusätzliche Kosten bearbeiten. Damit gibt es wenigstens für Bestandskunden eine gute Nachricht.

Wer noch Version 21 oder älter verwendet, guckt leider in die Röhre. Nur wer schnell reagiert und bereits eine Dauerlizenz für diese älteren Versionen gekauft hat, kann noch günstiger davon kommen. Es gibt nämlich ein Angebot mit 25 Prozent Rabatt für diese Kunden, welches allerdings bis spätestens 18. April 2022 angenommen werden muss. Man erhält dann Capture One Pro 22 für die Verarbeitung aller RAW-Formate, die eben von Capture One unterstützt werden. Wer nichts unternimmt, kann seine älteren Versionen natürlich weiterhin nutzen, zumindest wenn es eine Dauerlizenz ist oder bis das Abo abläuft.

Die hier veröffentlichten Aspekte lassen sich im Original im FAQ-Bereich bei PhaseOne unter „Brand versions removal description and FAQ“ nachlesen.

DxO PhotoLab - Die beste Alternative zu Capture One

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Es könnte an der Zeit sein, sich eine sehr gute bzw. die beste Alternative zu Capture One zu suchen und da bleibt nur ein RAW-Konverter, der mindestens gleich auf und an so manchen Stellen sogar besser ist. Die Rede ist von DxO PhotoLab, womit tatsächlich eine wesentlich bessere Entrauschung und Schärfung sowie generell bessere Objektivkorrektur möglich ist. Mehr Informationen und Tutorials dazu, sind hier in den News und im Bereich Tutorials -> Bildbearbeitung zu finden. Unter nachfolgendem Link sind PhotoLab und alle weiteren Programme von DxO wie Nik Collection, FilmPack usw. immer zum gerade günstigsten Preis zu haben und auch kostenlose Testversionen gibt es zu jeder Software von DxO.

Hier zu den Angeboten im DxO Shop

Schlussbemerkung

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PhaseOne scheint alles zu unternehmen, um sich weiter unbeliebt zu machen. Erst hat man sich in einer sehr zweifelhaften Weise von allen Partnern getrennt und ihnen besonders im Weihnachtsgeschäft und Neujahrsgeschäft, lange im Voraus erarbeitete und wohlverdiente Provisionen praktisch vorenthalten bzw. lieber selbst kassiert und nun setzt man bei den Anwendern quasi ein ähnliches Spiel fort. Da kann man sich schon fragen, wo hier die ökonomische Vernunft abgeblieben ist bzw. ob da einige Verantwortliche nur noch mit Dollarzeichen auf den Augen herumlaufen und die beteiligten Menschen völlig ignorieren.

Die dahintersteckende Strategie dürfte für Anwender sowie ehemalige Partner nicht wirklich verständlich sein und sie birgt sicher auch ein großes Risiko, denn hat man es sich einmal bei den Kunden sowie ehemals engagierten Partnern verscherzt, wird es schwierig, dies wieder zu ändern. Betrachtet man alleine die Software, ist Capture One auch weiterhin zu empfehlen. Bezieht man das Unternehmen in die Betrachtung mit ein, kehrt sich diese positive Aussage zumindest aus unserer Sicht komplett ins Gegenteil. Natürlich werden wir verfolgen, wie es mit PhaseOne weitergeht und vielleicht kommt man irgendwann ja wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Bis dahin aber ist ein Kauf von Capture One aus unserer Sicht nicht mehr zu empfehlen.