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analog-projects-4-professional-ahadesign-testMit interessanten Funktionen und Erweiterungen wartet ANALOG projects 4 professional von FRANZIS auf. Die Neuerungen im Test.

Die Veröffentlichung von ANALOG projects 4 professional, das authentische Looks verspricht und dafür eine ganze Menge Filter- und Effektvorlagen bietet, ist nun schon ein paar Monate her. Zeit, diese kreative Bildbearbeitungs-Software endlich etwas näher anzusehen, wobei es hier um die wichtigsten Neuerungen seit der letzten Version gehen soll. Wer auf die Wirkung von Lochkamera, Nassplatte, Rollfilm usw. steht und dafür die passenden Werkzeuge schnell und einfach einsetzen möchte, sollte hier weiterlesen.

Die Zeiten der analogen Fotografie zurückholen

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Für viele Menschen haben die alten Zeiten ihren ganz besonderen Charme und nirgends wird dieser besser sichtbar, als auf Gemälden und Fotos. Dank der digitalen Technik ist es heute längst kein Problem mehr, diesen Charme in Form von analogen Looks auf eigene Fotos zu übertragen, auch wenn diese noch gar nicht so alt sind. Ein paar passende Motive sind schnell gefunden und fotografiert und dann braucht es nur noch eine Software wie ANALOG projects 4 professional von FRANZIS, die Simulationen wie Vintage, Pocket Kamera, Camera Obscura, Lomografie, Rollfilm und vieles mehr als Presets anbietet und mit einem Klick auf das eigene Foto anwendet.

Soll es schnell und einfach gehen, ist ANALOG projects 4 professional also ganz perfekt. Die Fotosoftware aus deutscher Entwicklung erlaubt aber auch die intensive Weiterbearbeitung bzw. Anpassung der Vorlagen sowie einen grundlegenden Start ohne Vorlagen. Und gefallen die selbst gemachten oder einfach nur angepassten Einstellungen richtig gut, lassen sich diese auch als eigene Presets speichern und immer wieder auf andere Fotos anwenden.

Einige Merkmale von COLOR projects 7 professional im Überblick:

  • 12 Kategorien mit 140 optimierten Bildvorlagen
  • RAW-Modul mit großem Umfang
  • Echtzeit-Farbmodul mit 10 Ebenen
  • LUT-Fotostile werden unterstützt
  • Einzelanwendung und Plugins für Photoshop und Lightroom Classic

 

Einige Neuerungen und Optimierungen seit der Vorversion:

  • Praktisch perfekte Simulationen mit 40 neuen Fotofilm-Emulationen
  • Expertenmodus mit 117 Effekten
  • Presets mit zusätzlichen Kategorien Zweitbelichtung und Cross-Color
  • 140 Preset-Kategorien insgesamt
  • Körnungsmodul
  • Focus Peaking
  • Virtuelle Mikrodetails
  • Direkte Transferfunktion
  • Sensorfehlerkorrektur

 

Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf ANALOG projects 4 professional unter Windows 11. Im Wesentlichen werden die Neuerungen des kreativen Bildbearbeitungsprogramms behandelt.

Preise und Verfügbarkeit von ANALOG projects 4 professional

ANALOG projects 4 professional ist als Download für Windows verfügbar. Eine kostenlose Testversion steht ebenfalls auf der Produktseite zur Verfügung, die ansonsten natürlich noch mit jeder Menge Informationen zum Fotoprogramm gespickt ist. Alle Preise sind Einmalpreise. Ein Abo gibt es glücklicherweise nicht.

Hier zu ANALOG projects 4 professional für 99,95 €

ANALOG projects 4 professional Upgrade-Version für 69,95 €

Hier zu weiteren Produkten des Herstellers

Die Benutzeroberfläche von ANALOG projects 4 professional

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Der Umgang mit ANALOG projects 4 professional ist recht einfach und wer ein Projects-Programm von FRANZIS kennt, kommt auch hier blind zurecht. In der oberen Leiste befindet sich das Menü und darunter die Werkzeugleiste, beides selbsterklärend. Ebenso unkompliziert ist auch der Rest der Oberfläche aufgebaut. In der linken Spalte befinden sich oben die Preset-Kategorien, darunter ein Browser für die Anzeige und Verwendung der Presets bzw. für die Erstellung einer Galerie des aktuellen Motivs und die Möglichkeit für Presetkombinationen. Darauf folgen Suchfunktion und Filter und schließlich die Vorlagen, die mit nur einem Klick zugewiesen werden können.

In der Mitte wird natürlich das Foto angezeigt und die rechte Spalte hat diverse Funktionen und Werkzeuge zu bieten wie Lupe mit Vergleichsansicht, Fotofilm-Emulationen, Farbräume, Optimierungsassistent, Farbtonung, virtuelle Mikrodetails, Körnung, lokale Anpassungen, Farbmodul, LUT Fotostil, Sensorkorrekturen und Focus-Peaking-Anzeige. Außerdem lässt sich oben in den Expertenmodus wechseln, wo manuell Filter und Effekte ausgewählt und detailliert konfiguriert werden können.

Im weiteren Verlauf dieses Berichts werden nicht alle, sondern hauptsächlich die neueren Features herausgepickt, denn das würde sonst den Rahmen sprengen und sicher macht es auch viel mehr Spaß, alles selbst auszuprobieren, was mit der zum Download verfügbaren Testversion auch ganz prima kostenlos geht.

RAW-Modul mit großem Umfang

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Oben links in der Werkzeugleiste kann das umfangreiche RAW-Modul aufgerufen werden. Es öffnet sich ein gesondertes Fenster. Man würde tatsächlich keinen extra RAW-Konverter benötigen, denn dieser integrierte RAW-Entwickler hat eine ganze Menge an Funktionen und Werkzeugen zu bieten, die teilweise nicht einmal solch Flaggschiffe wie Adobe Lightroom Classic, Capture One oder DxO PhotoLab an Bord haben, wenngleich diese Programme natürlich ebenso ihre unbestrittenen Vorzüge haben.

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Neben der Anzeige der Aufnahmedaten bietet das RAW-Modul von ANALOG projects 4 professional ein Histogramm, die Möglichkeit Bildbereiche zu schützen, Weißabgleich, Entrauschen und Schärfen, Farbbalance, Belichtung, Struktur verstärken oder verringern, Farbfilter, Farbanpassungen und Farbeffekte sowie Farbpalette, die Behebung von Verzeichnungen, Bildrettung, Spezial-Effekte, Verläufe und sogar einen 360°-Panoramamodus. Da lässt sich wirklich eine Menge machen und dieses RAW-Entwicklungsmodul zeigt eine sehr gute Wirkung.

10 Echtzeit-Ebenen für Farbmodul

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Interessant ist sicher auch das Farbmodul, welches sich im unteren Bereich in der rechten Spalte befindet. Mit einem Klick öffnet sich das Modul in einem neuen Fenster. Dort können bis zu 10 Ebenen für jeweils eine Farbe verwendet werden.

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Hier können die Parameter der Farbebene direkt im Farbkreis über die angezeigten Linien mit der Maus verändert werden. Alternativ können auch die darunter befindlichen Schieberegler genutzt werden. Für die Quellfarbe kann die Quell-Weichheit definiert werden. Parameter für die Zielfarbe sind Farbton, Sättigung, Belichtung und Kontrast für Sättigung sowie Belichtung. Die Einstellungen für eine Farbebene können auch in eine Datei importiert oder exportiert werden. Außerdem kann invertiert und Parameter kopiert und eingefügt werden. Die durch die Quellfarbe erzeugte Maske kann zudem als Bild gespeichert werden. Sicher lohnt es sich, hier mal ein wenig herumzuspielen.

LUT-Fotostile im LUT-Bereich

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In der rechten Spalte von ANALOG projects 4 professional befindet sich ziemlich weit unten der Bereich LUT Fotostil. Mit einem Klick auf den großen Button kann ein Fotostil durch Laden einer beliebigen Bilddatei erstellt werden, wobei eine Mindestgröße von 1 MB für das Bild empfohlen wird. So könnte man sich das Foto einer Serie oder eines Films aus dem Internet holen oder direkt vom TV abfotografieren und als LUT-Fotostil in ANALOG projects 4 professional laden. Der Stil kann dann innerhalb der Fotosoftware super schnell auf beliebige Fotos angewendet werden.

Unterhalb des großen Buttons befindet sich eine weitere Schaltfläche. Hierüber ist es möglich, einen LUT-Fotostil aus einer CUBE-Datei zu laden.

Unter den Schaltflächen gibt es die Möglichkeit, einen eigenen Ordner für LUT-Fotostile zu wählen und sofern bereits LUTs angelegt wurden, diese über ein Aufklappmenü auszuwählen. Ein Variantenbrowser steht für die LUTs ebenfalls zur Verfügung. Damit ist der Umgang mit LUTs in ANALOG projects 4 professional recht schön gelöst.

Körnungsmodul mit 3 Qualitätsstufen

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Der Modus RGB im Körnungsmodul sorgt für ein gleichmäßiges Korn in allen Bildbereichen. HSV erzeugt in farbintensiven Bereichen weniger Korn als in den anderen Bereichen. HSL erzeugt dagegen mehr Korn in den farbintensiven Bereichen. Zudem gibt es die drei Qualitätsmodi Körnig, Ausgewogen und Fein, die einfach über das Aufklappmenü ganz oben im Körnungsmodul ausgewählt werden.

Focus-Peaking

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Ganz unten in der rechten Spalte befindet sich die Focus-Peaking-Analyse. Mit einem Klick startet die Analyse und ist augenblicklich auch schon fertig. Das Foto wird ausgegraut und die Schärfebereiche im Bild blau eingefärbt. Wie die Schärfe im Bild verteilt ist, lässt sich gut über das Histogramm der Focus-Peaking-Analyse ablesen. Auf der linken Seite werden weichere und auf der rechten Seite schärfere Pixel abgebildet. Über einen Schieberegler für die Schärfegrenze kann bestimmt werden, wie fein das Analyseergebnis ausfällt.

Interessant ist die Möglichkeit, die eingestellte Schärfegrenze als weiche Maske speichern und für das selektive Zeichnen nutzen zu können. Damit ist die Focus-Peaking-Analyse nicht nur eine rein informative, sondern auch nützliche Funktion.

Virtuelle Mikrodetails

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Mit Mikrodetails kann ein Bild enorm gewinnen und noch besser ist es natürlich, wenn die Details an das Motiv angepasst zum Einsatz kommen. Für diesen Zweck gibt es in ANALOG projects 4 professional acht Vorgaben, die einfach nach Bedarf angeklickt werden. Angeboten wird Landschaften, Blumen, Gebirge, Tiere, Architektur, Technologie, Porträts und Dokumente. Nachdem eine Vorlage aktiviert wurde, kann die Intensität der Mikrodetails über einen Schieberegler noch fein angepasst werden. Ansonsten muss man selbst nicht tätig werden, um immer die perfekten Mikrodetails für sein Foto zu erhalten. Dennoch gibt es auch noch die Möglichkeit, Farbtöne zu maskieren, was zum Beispiel für Himmel usw. nützlich ist.

Direkte Transferfunktion

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Bei den lokalen Anpassungen unterhalb der Schaltfläche für selektives Zeichnen befinden sich zwei Buttons, mit denen das Transferfenster mit dem aktuellen Ergebnisbild oder in Graustufen geöffnet und als Maske für Composings verwendet werden kann.

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Es ist hier auch möglich, direkt die richtige Ebene im selektiven Zeichnen mit der gewünschten Maske zu öffnen. Bis zu acht Masken lassen sich hier zuweisen.

Sensorfehlerkorrektur

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Unter Korrekturen in der rechten Seitenspalte von ANALOG projects 4 professional kann das Korrekturfenster geöffnet werden. Die hier verfügbare Sensorfehlerkorrektur arbeitet ganz hervorragend und erlaubt in dieser Version von ANALOG projects 4 professional bis zu 500 Korrekturbereiche, was eine ganze Menge ist. Zudem können Profile mit den Korrekturbereichen exportiert und importiert werden.

Weitere Features von ANALOG projects 4 professional

Es gibt noch diverse weitere Features, die sicher nicht alle hier gezeigt werden müssen. Wie bereits weiter oben erwähnt, empfiehlt es sich, die kostenlose Testversion zu nutzen und alles selbst auszuprobieren. Wer gleich kauft, macht sicher auch nichts falsch.

Fazit und Empfehlung

analog-projects-4-professional-ahadesign-empfehlungNostalgische Fotolooks und Retro-Bilder sind seit Jahren höchstbeliebt und da kommt eine nützliche Fotosoftware wie ANALOG projects 4 professional gerade recht, die tolle Ergebnisse in kürzester Zeit erlaubt. Für ganz individuelle Resultate haben die Entwickler zudem genügend Spielraum eingebaut, um auch sehr detailliert oder ganz von Grund auf unverwechselbare Fotos mit analogem Touch erstellen zu können.

Sogar Composings sind mit ANALOG projects 4 professional machbar, ohne dafür noch andere Bildbearbeitungsprogramme zu benötigen. Über die mitgelieferten Plugin-Schnittstellen ist aber auch das problemlos möglich. ANALOG projects 4 professional lässt sich intuitiv bedienen und kommt mit einer guten Performance daher. Insgesamt ein rundes Paket für Bildbearbeiter und Fotografen.