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dxo-filmpack6-testberichtMit der Veröffentlichung des DxO FilmPack 6 haben wir alle Neuerungen der Software für Filmsimulationen einem großen Test unterzogen.

In diesem Testbericht werden alle neuen Features sowie Verbesserungen des DxO FilmPack 6 gezeigt, welches noch mehr originalgetreue Filmsimulationen aus analogen Zeiten sowie erweiterte Anpassungsmöglichkeiten bietet. Neben neuen Effekten und einer Zeitmaschine profitieren Anwender nun auch von der erweiterten RAW-Unterstützung und neuen Rendering-Funktionen.

Testbericht zum DxO FilmPack 6 für analoge Filmsimulationen

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Fotografen und Bildbearbeiter die analoge Filme lieben, dürften kaum etwas besseres bekommen, als das DxO FilmPack, welches seit vielen Jahren analoge Farbfilme und Schwarz-Weiß-Filme ganz originalgetreu bereitstellt. Die teils legendären Filme sind authentisch, denn sie berücksichtigen alle Aspekte des Originals, wie den Style, die Farben oder auch das Korn, wie der folgende Testbericht zeigt. Viele der Filme sind längst nicht mehr erhältlich und in höchster Qualität nur mit dem DxO FilmPack zu haben.

Das FilmPack für analoge Filmsimulationen von DxO lässt sich als Plugin für Lightroom, Adobe Photoshop, Capture One, Luminar usw. oder auch als eigenständige Einzelanwendung nutzen. Ein großer Pluspunkt ist das FilmPack auch für Anwender des RAW-Konverters DxO PhotoLab, welcher damit nochmal stark erweitert wird. Unter anderem stehen dann zusätzliche Regler für Kontraste zur Verfügung und man hat direkt aus PhotoLab heraus, Zugriff auf die vielen Analogfilme, Rahmen, Lichteinfälle usw.

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Die hohe Authentizität und Qualität kommt nicht von ungefähr. Viele Jahre der sorgsamen Entwicklung mit einem exklusiven Kalibrierungsprozess waren für eine originalgetreue Wiedergabe der Filme nötig und das sieht man dann auch in den herausragenden Ergebnissen. Mit dem FilmPack geht DxO aber noch diverse Schritte weiter. Viele der originalen Looks lassen sich mit Filtereffekten, Weichzeichnung, Vignettierung, Lichteinfall, Texturen und Rahmen kombinieren und es gibt zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten mit den Freiheiten der digitalen Bildbearbeitung.

Nun ist es ja nicht so, als dass sich ein Unternehmen wie DxO auf der einmal erreichten Qualität und Originalität ausruhen könnte, denn es gibt immer wieder neue Herausforderungen und Verbesserungspotenzial. Dem trägt das französische Unternehmen Rechnung und bringt regelmäßig Updates und Upgrades heraus, die in aller Regel noch besser sind und noch mehr zu bieten haben. Beim hier getesteten DxO FilmPack 6, welches im Oktober 2021 erschienen ist, ist das definitiv der Fall. Neben neuen Looks und Effekten gibt es beispielsweise erweiterte Einstellungen für HSL und sogar eine integrierte Zeitmaschine. Was es damit aufsich hat und was es noch so Neues gibt, deckt der nachfolgende Test unter Windows 10 genau auf.

Die Inhalte des Testberichts im Überblick:

 

FilmPack 6 Download der Vollversionen und Testversion

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Es ist immer eine gute Idee, einen Testbericht nicht nur zu lesen, sondern auch gleich nachzuvollziehen. Das geht in diesem Fall natürlich nur mit der Installation des FilmPack 6, aber keine Angst, man muss die Software nicht gleich kaufen. Für den Einstieg bzw. einfach zum Ausprobieren, steht eine kostenlose Testversion im DxO Shop zum Download bereit, die 30 Tage vollumfänglich genutzt werden kann. Zum Veröffentlichungszeitpunkt dieses Testberichts wäre allerdings auch kein schlechter Zeitpunkt, sich gleich eine der Vollversionen des DxO FilmPack 6 zu holen, denn bis 14. November 2021 gibt es noch attraktive Rabatte zur Einführung. Einen Artikel dazu gibt es hier in den News unter „DxO PhotoLab 5 und FilmPack 6 neu über 35% Rabatt“.

Bei der voll ausgestatteten ELITE Edition ist das bei einem Preis von 109,99 € ein Rabatt von fast 21 Prozent. Für die mit etwas kleinerem Funktionsumfang verfügbare Edition ESSENTIAL sind es bei 54,99 € sogar über 35 Prozent. Regulär kostet das DxO FilmPack 6 ELITE 139 Euro und das DxO FilmPack 6 ESSENTIAL 85 Euro. Wer eine der Editionen erwirbt, besitzt sie für immer. Ein Abo gibt es nicht.

Hier in den News wird das ganze Jahr über berichtet, wenn es neue Angebote oder Rabattaktionen oder auch Verlosungen für DxO-Software gibt. Regelmäßig vorbeischauen lohnt sich immer.

Integrierte Zeitmaschine im DxO FilmPack 6

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Mit dem FilmPack 6 hat nun eine Zeitmaschine Einzug gehalten. Gemeint ist damit eine neue Darstellung von Filmen und kreativen Renderings aus 14 Epochen. Von den Anfängen bis zum heutigen Tag lässt sich so durch die Geschichte der Fotografie mit Film reisen. Nachdem ein Ordner oder ein einzelnes Bild geladen und mit Doppelklick geöffnet wurde, kann in der rechten Spalte ganz oben auf den Eintrag »Time Machine« geklickt werden, um die Zeitmaschine zu öffnen.

Die rechte Spalte ist hier in zwei Bereiche aufgeteilt. Einmal im linken Bereich mit den Jahrzehnten und Angabe zur Anzahl der verfügbaren Filme und einmal mit den Miniaturfenstern der jeweiligen Filme im rechten Bereich. Unterhalb der Miniaturbilder ist immer die Bezeichnung des Films angegeben. Nun kann man sich das gewünschte Jahrzehnt auswählen und einen Film mit Klick auf die kleine Bildvorschau zuweisen. Mit einem erneuten Klick auf die Vorschau kann der Film auch wieder deaktiviert werden. Eine bewährte Vorgehensweise, die ja schon von den Vorgängern bekannt ist.

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Um größere Vorschaubilder sehen zu können, lässt sich die komplette rechte Leiste mit der Maus nach links ziehen. Je nach gewähltem Jahrzehnt, gibt es unterschiedliche Mengen an Filmen. Los geht es ganz oben mit dem 19. Jahrhundert. Der älteste simulierte Film ist von 1827 und gibt die Fotografie von Niepce wieder. Für viele Fotografen und Bildbearbeiter wird sich bei so manchen Filmen immer die Frage aufdrängen, was den Film oder auch den Erfinder des Films bzw. des zum Film genannten Fotografen ausmacht. Genau das ist passend zum gewählten Jahrzehnt in der linken Spalte der Benutzeroberfläche beschrieben und bei allen Jahrzehnten mit originalen Abbildungen aus der jeweiligen Zeit versehen.

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Die Filminformationen sind auch dann eingeblendet, wenn kein Film zugewiesen wurde. Diese Informationsleiste lässt sich unten auch schließen. Mit den unteren Pfeilen kann auch hier durch die Jahrzehnte gesprungen werden. Um die geschlossene Informationsleiste erneut zu öffnen, wird einfach in der rechten Spalte ein Jahrzehnt mit der Maus angeklickt.

Fährt man mit der Maus über die Abbildungen der linken Informationsleiste, wird der Mauszeiger zur Hand, was schon auf eine weitere Möglichkeit hindeutet. Klickt man auf eine Abbildung, legt sich in der Bildmitte eine komplette und ausführliche Beschreibung inklusive Abbildung über das Programmfenster. Mit einem erneuten Klick auf die Abbildung in der linken Informationsleiste verschwindet die Beschreibung wieder.

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Unterhalb der Beschreibung wird außerdem die Bezeichnung des simulierten Films als passendes Rendering angezeigt. Das ist schon nützlich, weil nicht wie im Falle von Niepce, auch immer der Film so heißt, wie die Überschrift der Beschreibung, denn diese ausführlichen Beschreibungen beziehen sich allgemein auf das jeweilige Jahrzehnt und nicht zwingend auf den gerade angewendeten Film.

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So findet man beispielsweise unter den 27 Filmen von 1990 bis 1994 die Beschreibung »Mandela - 1994«. Der Hinweis zum passenden Rendering ganz unten verrät nun, dass die Abbildung zur Beschreibung im Original mit einem Fuji Neopan 1600 fotografiert wurde. Natürlich ist genau dieser Film dann für dieses Jahrzehnt in der rechten Leiste zu finden und kann sofort auf eigene Bilder angewendet werden. Wird ein Film ab 1950 angewendet, ist die ausführliche Beschreibung in der Bildmitte eventuell nicht eingeblendet, bis auf das kleine »i« in der Bildminiatur in der rechten Leiste geklickt wird. Ansonsten ist eine kurze Information zum Film verfügbar, wie man das auch außerhalb der Zeitmaschine bzw. Time Machine kennt. Für die Jahrzehnte vor 1950 kann nicht auf dieses »i« geklickt werden, weil es nur die ausführlichen Infos gibt.

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Direkt unter den jeweiligen Abbildungen sind außerdem die Bildrechte aufgeführt. Mit der Zeitmaschine wird ein breiter Bogen durch die Filmgeschichte gespannt, der nicht nur hochinteressant ist, sondern auch für nützliches Fachwissen sorgt, welches jedem bei der Fotobearbeitung zu Gute kommt.

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Die Zeitreise beginnt mit dem 19. Jahrhundert, also mit der Erfindung der Fotografie. Logischerweise geht es hier nach dem Film Kopierrand erst ab 1827 los und endet bei 1895 mit Ducos, worauf aber auch noch die Filme Blaudruck, Pures Gold und Sepia folgen. Weiter geht es mit 1900, 1910 und immer zehn Jahre weiter, bis 1980. Die folgenden 90er Jahre sind dann unterteilt in 1990 bis 1994 sowie 1995 bis 1999. Mit 32 haben die 2000er Jahre die höchste Anzahl an Filmen. Schließlich gibt es noch die Kategorie 2010 bis 2020 mit 23 Filmen. Insgesamt bietet die Zeitmaschine 223 Filme an, die wirklich sehr sorgfältig umgesetzt sind und praktisch nicht vom Original zu unterscheiden sind.

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Obige Abbildung zeigt links das Original und rechts die Filmsimulation Curtis II von 1905. Natürlich sind die Filme auch ohne die Zeitmaschine im FilmPack 6 verfügbar, aber die Zeitreise macht so viel Spaß, dass man besser nicht darauf verzichtet.

Mystische Filme und Kinolooks

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Auch außerhalb der neuen Time Machine hat sich etwas getan und die Experten von DxO haben 15 weitere Filme hinzugefügt. Ein Beispiel ist Kodak EIR. Genauer gesagt ist es der EKTACHROME Professional Infrared EIR Umkehrfilm, der eigentlich mal für Infrarot gedacht war, für eine besondere und surreale Anmutung aber sehr interessant ist. Man bekommt damit eine rötliche Vegetation oder gelbliche Haut und blaue Bildanteile werden nahezu schwarz.

Ebenfalls neu ist IMPOSSIBLE PX 600 SILVER SHADE, ein Sofortbildfilm von Polaroid, der ein Schwarz-Weiß-Bild mit leichtem Sepia-Ton erzeugt.

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Ansonsten gibt es noch 7 neue Renderings der X-Serie von Fuji und 6 Renderings mit Kinolooks. Diese können mit Klick auf das runde Icon für die Bearbeitung der Bildeinstellungen, oben in der Werkzeugleiste, in der rechten Spalte unter Film aufgeklappt und ausgewählt werden. Neu sind dort die Kategorien »Digitalfilme« und »Cinematische Filme«.

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Wie schon bei der Vorversion, können dann im Bearbeitenbereich noch viele weitere Einstellungen wie ein individuelles Korn, Anpassungen zu Licht und Farben, Kontrast, Farbton, Sättigung, Helligkeit, Tonwertkurve und automatische Korrekturen wie Rauschminderung und Farbe schützen genutzt werden und es können grafische sowie optische Effekte eingefügt werden.

Farbton, Sättigung und Helligkeit mit 8 Kanälen

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Bisher gab es für HSL bzw. Farbton - Sättigung - Helligkeit, 6 Farbkanäle. Diese wurden jetzt um Orange und Violett auf 8 erweitert und erlauben eine noch genauere Anpassung der Farben.

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Wie obere Abbildung zeigt, lassen sich mit dem neuen Kanal für Orange in diesem Beispiel ganz besondere Akzente setzen. Durch die Kombination von unterschiedlich eingestellten Farbkanälen lassen sich sehr genaue, aber auch sehr kreative Resultate verwirklichen.

Grafische und optische Effekte

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Das FilmPack 6 enthält auch 20 neue grafische und die bewährten optischen Effekte, die sich unterhalb des Bereichs für die Entwicklung mit HSL, Tonwertkurve usw. befinden. Unter den Rahmen ist beispielsweise Analog Flared Roll zu finden, der in obiger Abbildung angewendet wurde und es gibt noch viele weitere. Wie man es schon kennt, lassen sich natürlich auch die Größe und Position der Rahmen nach Wunsch ändern.

Auch die Texturen wurden entsprechend neu bestückt. Unter anderem gibt es noch mehr zerknittertes Papier und Tropfen, die es bisher noch gar nicht gab.

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Jede Menge neuer Einträge sind auch bei den Lichteinfällen zu finden.

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Hier wurde der Lichteinfall Farbig 16 - Gold-Zoom verwendet, wenngleich es für dieses Motiv sicher noch bessere Alternativen gäbe. Aber es geht ja nur um die Demonstration der Effekte, die wirklich toll sind und sich auch immer in ihrer Intensität regeln lassen. Auch die optischen Effekte mit Filter, kreativer Vignettierung und Unschärfe sind toll, jedoch hat sich hier nichts gegenüber dem Vorgänger verändert.

Schlussbemerkung

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Wie die bewährten Simulationen für analoge Filme, sind auch die neuen des DxO FilmPack 6 ganz herausragend und originalgetreu. Ebenso verhält es sich mit den kreativen Effekten und den neuen Looks mit Kino-Feeling sowie Mystik. HSL-Einstellungen lassen sich noch präziser vornehmen und kreative Resultate verwirklichen, die vorher so nicht möglich waren. Ein ganz besonderes Highlight ist aber die Zeitmaschine, die eine erhellende und spannende Zeitreise zur Geschichte der Fotografie bietet. Mit dem FilmPack 6 hat DxO ein attraktives Upgrade für kreative Bilder in höchster Qualität, zum fairen Preis zum Download bereitgestellt, welches man sich gönnen sollte, auch wenn bereits Version 5 vorhanden ist.