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luminar-neo-erste-intelligente-funktionen-testSkylum hat für seinen Fotoeditor Luminar Neo herausragende intelligente Funktionen angekündigt. Hier sind die ersten schon im Test.

Der Termin, an dem Luminar Neo zum Download bereitstehen wird, rückt immer näher und noch ist nicht klar, wie die finale Version des Bildbearbeitungsprogramms von Skylum aussehen und wie gut sie sein wird. Wir haben jetzt eine frühe Variante als technischen Build erhalten, mit dem bereits erste auf künstlicher Intelligenz basierende Funktionen getestet werden konnten und die bestimmt jeden Fotografen und Bildbearbeiter begeistern werden.

Staub Entfernen AI, Kabel AI und Neubelichten AI

luminar-neo-intelligente-funktionen-test

Es wurden ja schon viele Details zu Luminar Neo enthüllt, aber niemand hat die angekündigten Werkzeuge und Funktionen schon testen können. Bis jetzt, denn nun liegt uns der erste technische Build von Luminar Neo vor, der schon mal die auf künstlicher Intelligenz basierenden Funktionen Staub Entfernen AI, Kabel AI und Neubelichten AI enthält. Die originalen Bezeichnungen lauten Remove Dust Spots, Relight AI und Remove Powerlines. Eventuell ändern sich die deutschen Namen noch für die finale Version.

Auch die nachfolgend gezeigten Abbildungen geben nicht das tatsächliche Aussehen von Luminar Neo wieder, jedoch können die genannten Features mit diesem technischen Build ausprobiert und gezeigt werden. Über die endgültige Performance lässt sich auch noch nicht wirklich etwas sagen, denn Skylum arbeitet noch daran. Mit dem uns vorliegenden Build laufen die KI-Features aber definitiv flüssiger, als man das bisher gewohnt war. Das liegt an einem ganz neuen Konzept, über das wir bereits berichtet hatten und das in dieser Weise offensichtlich noch kein Konkurrent zur Anwendung gebracht hat.

Es sieht ganz danach aus, dass die wesentlich bessere Performance bzw. höhere Geschwindigkeit für Luminar Neo kein bloßes Versprechen ist sondern Tatsache sein wird. Wie wir schon vermutet haben, könnte sich mit Luminar Neo wirklich eine kleine Sensation anbahnen. Der nachfolgende und keinesfalls beschönigende Test wird schon mal einen ersten Vorgeschmack geben.

Skylum Software mit ständigem Rabatt

skylum-blackfridayEntweder gibt es direkt über Skylum Rabatte für Luminar AI, Luminar Neo, die Luminar X-Mitgliedschaft und Aurora HDR oder unser Gutscheincode AHADESIGN kann verwendet und 10 Euro gespart werden oder beides ist gleichzeitig möglich. Für Luminar Neo kann der Rabattcode voraussichtlich mit Erscheinen der finalen Version verwendet werden, für jegliche andere Skylum Software gilt er schon jetzt und auch fast immer, wenn gerade eine Aktion läuft, wie bei Erscheinen dieses Testberichts.

Gemeint ist mit der Aktion der Black Friday, bei dem es bis zu 62 Prozent Rabatt auf Luminar Neo, Luminar AI und Aurora HDR gibt. Kostenlose Zusatzpakete kann man dabei auch noch abgreifen. Mehr dazu gibt es im Artikel „Luminar Neo, AI, Aurora HDR - 62% Black Friday Rabatt“. Aber Achtung, das Angebot läuft nur bis 29. November 2021. Über weitere kommende Angebote informieren wir selbstverständlich ebenfalls immer aktuell in den News und die werden ganz sicher kommen. Für den günstigst möglichen Einstieg in Luminar Neo sollte man aber jetzt sofort zugreifen.

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Staub Entfernen AI

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Was Staub Entfernen AI macht, sagt ja schon der Name. Nicht nur bei Außenaufnahmen hat man immer wieder mit Schmutz und Flecken zu kämpfen, der sich auf das Objektiv gelegt hat und der letztlich auf den Aufnahmen zu sehen ist. Viele Bildbearbeitungsprogramme bieten dann ein Werkzeug zum Fleckenentfernen oder einfach einen Klonpinsel usw. an, um solche Unreinheiten auf dem Foto loszuwerden. Dabei ist natürlich immer manuelles Arbeiten angesagt und genau das soll mit Staub Entfernen AI in den meisten Fällen nicht mehr nötig sein. Ob und wie gut das klappt, sehen wir bei den nachfolgenden Beispielen.

Wie in dem oberen Foto zu sehen ist, befinden sich jede Menge Flecken auf dem Bild, die zur Verdeutlichung nochmal umrandet wurden. Hier handelt es sich um eine Aufnahme eines Wolkenkratzers aus einem Bus heraus. Die Flecken stammen also von der Scheibe des Fahrzeugs und nicht vom Objektiv oder dem Sensor. Sicher ist auch dieser Umstand keine Seltenheit und nicht nur ein Problem von Touristen, die mit dem Smartphone fotografieren. Um die Flecken loszuwerden, wird jetzt das Radieren-Werkzeug im Bearbeiten-Bereich von Luminar Neo aufgeklappt und einfach auf den Button »Remove Dustspots« geklickt.

luminar-neo-remove-dustspots

Wie bereits angemerkt, wird dieses Staub-Entfernen-Werkzeug im finalen Luminar Neo so nicht aussehen und wohl auch die englischen Bezeichnungen nach Deutsch übersetzt sein. Letztlich werden wir das aber erst wissen, wenn Luminar Neo für Windows und macOS zum Download bereitsteht. Nach einem Klick auf den Button rechnet Luminar Neo nur kurz und viele der Flecken sind tatsächlich automatisch verschwunden.

luminar-neo-wolkenkratzer-flecken-entfernt

Um ehrlich zu sein, hat es aber nicht komplett funktioniert. Aber nun hilft natürlich der Radierer, der praktisch genauso funktioniert, wie auch in Luminar AI. Übrige Flecken werden angeklickt und auf die Schaltfläche »Radieren« geklickt. Natürlich wird auch dieses Feature noch weiterentwickelt, weshalb man bei dieser ersten Build nicht so kleinlich sein sollte und es hat ja schon recht gut geklappt. Manchmal kann es an filigranen Übergängen auch vorkommen, dass Staub Entfernen AI zuviel entfernt. An eine solche Stelle kann dann mit dem Pinsel gemalt und auf den Button »Restaurieren« geklickt werden. Der Pinsel ist automatisch aktiv, sobald man den Bereich Radieren öffnet und kann über einen Schieberegler in der Größe eingestellt werden. Ob das so bleibt ist wie gesagt noch nicht klar.

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Der Fleck in der Aufnahme eines Sonnenuntergangs am Meer, dürfte sofort negativ ins Auge stechen. Hier hat es tatsächlich nur einen Klick benötigt und der Fleck war weg. In diesem Fall wurde aber auch nicht durch eine Scheibe fotografiert wie im vorigen Beispiel, was die künstliche Intelligenz der Funktion Staub Entfernen AI vielleicht irritiert hat, weil sie es nicht gelernt hat. Aber das sind natürlich nur Spekulationen.

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Kabel AI

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Kabel AI entfernt automatisch alle möglichen störenden Linien wie Kabel, Stromleitungen usw. Nicht immer will man wohl Stromleitungen aus einem Bild entfernen, aber in der oberen Aufnahme stören sie schon sehr. Sie werden deshalb ebenfalls im Radieren-Bereich mit einem Klick auf die Schaltfläche »Remove Powerlines« entfernt. Sicher eine harte Nuss für eine künstliche Intelligenz.

luminar-neo-sonnenblumenfeld-leitungen-entfernt

Wie geahnt, hat das leider nicht gut geklappt. Möglicherweise wird hier die Automatik auch durch die Halme gestört, die aus dem Feld als vertikale Linien heraussprießen. Aber auch hier hilft wieder der Radierpinsel, der hier immer aktiviert ist und natürlich über einen Schieberegler auch in seiner Größe verändert werden kann. Zaubern wird wohl auch Luminar Neo nicht können. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Foto ohne solche prominenten Halme besser. Zunächst wieder das bezüglich der Stromleitungen unkorrigierte Bild, wobei es sich hier schon um eine fertig entwickelte Aufnahme handelt.

luminar-neo-landschaft-leitungen

Nach einem beherzten Klick auf »Remove Powerlines« haben wir folgendes Ergebnis:

luminar-neo-landschaft-leitungen-entfernt

Das hat sehr gut funktioniert und zeigt, dass auch fertig geglaubte Aufnahmen noch nachträglich stark verbessert und retuschiert werden können und wenn man dafür das richtige Format wie TIFF oder DNG verwendet, auch ganz ohne Verlust. Einen kleinen Bereich hat die KI aber übersehen, der zur Verdeutlichung wieder markiert wurde. Kurz mit dem Radierer drüber und auch der Rest vom Kabel ist verschwunden. Das geht so auf jeden Fall schneller und sauberer, als wenn man die Kabel mit einem Reparaturpinsel oder dergleichen entfernen bzw. herausretuschieren müsste. Man braucht auch keine Ahnung von solchen Techniken haben und es geht einfach super schnell.

Neubelichten AI

luminar-neo-gasse

Mit Relight AI bzw. Neubelichten AI, kann eine Szene ganz neu belichtet oder eine unzureichende Belichtung perfektioniert werden. Schlecht belichtete Motive wird wohl jeder Fotograf zu Hauf haben. Nicht immer hat man ein Stativ und schon gar nicht ein komplexes Lichtsetup dabei und dann kann man nur das Beste draus machen. Das oben gezeigte Foto wurde bereits angepasst und auch schon die Belichtung korrigiert. Aber manuell und es hätte sicher besser gehen können.

Neubelichten AI bietet nun die Möglichkeit, die Helligkeit im nahen, vorderen Bereich getrennt von der Helligkeit im entfernteren hinteren Bereich zu regeln und über den Regler Tiefe die Belichtung gezielt für diese Bereiche weiter nach vorne oder hinten zu bringen. Möglich ist das, weil die Funktion mit einer Tiefenmap bzw. Tiefenkarte arbeitet bzw. diese zunächst errechnet.

Für das folgende Ergebnis wurde mit Brightness Near der vordere Bereich abgedunkelt, der hintere Bereich etwas aufgehellt und die Tiefe voll aufgezogen, um die Helligkeit wirklich ganz nach vorne zu bringen. Außerdem wurde in den aufklappbaren erweiterten Einstellungen mit Warmth Near eine warme Farbstimmung in den vorderen Bereich gelegt und mit Warmth Far eine kühle in den hinteren. Durch den entfernteren bläulichen Ton und den näheren rötlichen Ton, wirkt die Entfernung größer, aber das wissen sicher alle, die hier lesen.

luminar-neo-gasse-belichtet

Mit nahezu umgekehrten Reglern liegt der entfernte Teil im Dunkeln und weiter vorne wird es hell. Der Regler für die Tiefe sollte hier besser nicht auf 0 gestellt werden, weil sonst das ganze Bild dunkel ist. Die hier extra extremen Einstellungen dürften schön zeigen, was der Regler für die Tiefe macht, weil eine eigentlich unschöne Kante bei den Übergängen zu sehen ist und sicher würde niemand eine solche brachiale Bearbeitung für gut befinden. Zur Veranschaulichung passt es aber.

luminar-neo-gasse-belichtet-vorne

Ein weiteres Beispiel mit nicht ganz so übertriebenen Einstellungen, die sicher eher dem Vorgehen eines Fotografen bzw. Bildbearbeiters entspricht.

luminar-neo-statue

Hier ist es zwar nicht der Fall, aber sollten sich Lichtsäume um Objekte bilden, können diese mit dem Regler Halo entfernt werden. Mit Halo ließe sich aber auch eine Art Aura um den Kopf einer Person legen usw. Das ganze Werkzeug lädt auf jeden Fall zum Experimentieren ein und erlaubt auch interessante Effekte. In diesem Beispiel könnte die Statue besonders im oberen Bereich bzw. im Gesicht, noch etwas mehr Helligkeit vertragen, um richtig zur Geltung zu kommen.

Leider ist aber der Regler Brightness Near schon fast voll aufgezogen. Das macht aber nichts, denn jetzt wird das Werkzeug mit einem Klick auf Relight AI, also auf die obere Bezeichnung, geschlossen und erneut geöffnet. Erst durch das Schließen werden die Einstellungen wirklich angewendet und aus dem Zwischenspeicher genommen, was eine viel bessere Performance zur Folge hat, was man tatsächlich merkt. Die Bearbeitung geht einfach zügig von der Hand, ohne nervige Wartezeiten. Wenn das finale Luminar Neo komplett so läuft, dann lohnt sich schon deshalb das Upgrade bzw. der Neuerwerb.

Mit dem erneuten Öffnen sind alle Regler wieder auf den Standardwerten und können abermals verwendet werden. Dieses Prinzip gilt für alle Werkzeuge in Luminar Neo. Der vorher schon fast ausgereizte Regler Brightness Near kann jetzt nochmals sehr hoch gezogen und auch der Rest noch angepasst werden.

luminar-neo-statue-belichtet

Natürlich könnte man mit weiteren Werkzeugen noch viele Verbesserungen hervorbringen und auch das Gesicht der Statue noch etwas aufhellen, die in diesem ersten Build allerdings noch nicht zur Verfügung stehen. Aber alleine um das Gesicht geht es hier ja nicht und trotzdem lässt sich mit Relight AI schon der Himmel getrennt behandeln und interessanter darstellen.

Zum Abschluss noch ein Beispiel mit einem Porträt, wobei es sich hier um ein Foto von Skylum handelt.

luminar-neo-portrait

Gerade für Aufnahmen von Personen bietet sich Neubelichten AI an. Ohne großen Aufwand kann die Person richtig zur Geltung gebracht werden, ohne dass der Hintergrund störend ablenken würde. Und über die erweiterten Einstellungen von Neubelichten AI kann man dem Model auch gleich eine schöne Gesichtsfarbe durch einen wärmeren Farbton verpassen und eventuelle Halos um den Kopf herum eliminieren oder wie bereits weiter oben angemerkt, auch einen gewissen Schein um die Haare erzeugen.

luminar-neo-portrait-belichtet

Schlussbemerkung

Schon jetzt macht es großen Spaß, mit dem herumzuspielen, was einmal Luminar Neo werden wird. Noch funktioniert nicht alles perfekt, aber das haben die Entwickler von Skylum auch so mitgeteilt und darauf verwiesen, dass noch zahlreiche Verbesserungen in Arbeit sind. Wie es aussieht, werden wir noch weitere Features schon vorab testen und mit allen teilen dürfen und das machen wir natürlich auch sehr gerne. Wer bezüglich Luminar Neo einen Wissensvorsprung haben möchte, sollte hier dranbleiben. Ab Erscheinen des finalen Luminar Neo wird es hier außerdem eine monatliche Reihe mit ausführlichen Tutorials geben, wie das ja auch schon für alle bisherigen Luminar-Versionen der Fall war. Außerdem wird es hier auch stets die günstigsten Möglichkeiten für den Erwerb von Luminar Neo und allen anderen Skylum Programmen wie Luminar AI und dem HDR-Programm Aurora HDR geben.